Norwegen 2006 - Ofoten - Vesterålen - Lofoten
 
 
Samstag, 1. Juli 2006 PDF Drucken E-Mail
Andenes


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Unsere Walsafari ist erst 17.30 Uhr. Also nutzen wir den Vormittag um Andøya zu erkunden. Leider ist es heute sehr warm und die Fliegen und Bremsen sind entsprechend aktiv. Einige Orte können wir nicht besuchen. Bakkan Sletten zum Beispiel. Bereits auf dem Parkplatz werden wir von vielen Fliegen und Bremsen "gequält". Wir versuchen trotzdem zur Ausgrabungsstätte zu gelangen. Aber dort wird es noch schlimmer. Die Wärme macht die Insekten aggressiv. Wir flüchten im Stechschritt zurück zu unserem Auto. In Meeresnähe ist es auszuhalten. An der Bukkekjerka haben wir unsere Ruhe. In Björnskinn und Åse wird es noch einmal spannend. Hier sind aber nicht so viele Insekten wie in Bakkan. Wir umrunden Andøy einmal und fahren zurück. Wir wollen möglichst fertig sein mit dem Mittagessen, wenn die Angler von ihrer Tour zurückkommen.
Nach dem Mittagessen machen wir noch einen gepflegten Mittagschlaf. Die Walsafari kann unter Umständen länger dauern, da wollen wir fit sein.  Gegen 16.00 Uhr gehen wir zur Touristinformation von Andenes, die gleich neben dem Wal-Center liegt. Hier kaufen wir ein paar Ansichtskarten und pilgern noch etwas durch das Polarlichtcenter und HISNAKUL.  Um 16.45 Uhr checken wir im Walcenter ein. Zu uns gesellen sich noch zwei spanische Reisebusse. Die Fahrt dürfte sehr anregend werden. Pünktlich um 17.30 Uhr startet die Führung im Walcenter.  Zuerst erhalten wir eine kurze Einführung zum Ablauf. Dann gibt es Tabletten gegen Seekrankheit. Wir verzichten, wird schon nicht so schlimm werden. Die Teilnehmer werden nach Sprachen aufgeteilt. Es gibt eine englische, eine spanische und eine deutsche Gruppe. Danach sehen wir eine Diashow mit Bildern von Walen, Seevögeln  und Nordland-Impressionen. Anschließend findet die Führung durch das Museum statt. Jede Gruppe startet an einem anderen Punkt. Unser Führer, Uwe, kommt aus Deutschland. Es gibt sehr viele interessante Details. So erfahren wir, dass für die hiesigen Norweger früher alle Vögel, die gegessen werden können, Enten hießen. Ente heißt auf Norwegisch And. Aus diesem Grund der Name der Insel: Andøya. Zum Thema Walfang gibt es auch ein paar Fragen, aber die Antworten sind kurz und prägnant: Die Norweger stehen halt dazu, es ist Tradition, die sie sich nicht verbieten lassen. Nach der Führung geht es zur Mole auf der anderen Seite des Ortes. Dort warten wir auf die "Andfjord". Der Himmel hat sich mittlerweile zugezogen und kurz nach dem Ablegen schlägt das Wetter um. Es regnet. Zum Glück gibt es auf dem Schiff Windjacken für die Passagiere. Die Suche nach den Walen dauert ziemlich lange. Unsere Guides versuchen sich in Erklärungen: Orcas, U-Boote, die aktuell laufende Fangsaison. Unterwegs begegnen wir der "Reine", einem Schwesterschiff der "Andfjord". Sie ist auf dem Weg zurück zum Hafen. Der Kapitän gibt unserem Schiff die letzten Koordinaten einer Walsichtung durch. Unser Schiff macht sich umgehend auf den Weg dorthin. Nach drei Stunden Suche ist es nun endlich soweit: Wir sehen die Rückenflosse eines Pottwalbullen. Das Schiff nähert sich dem Tier, damit Fotos gemacht werden können. Wahrscheinlich stören wir den Wal damit, denn er verschwindet unter Wasser. Unsere Guides erklären uns, dass er kurzfristig wieder auftauchen würde, da er seine Flukke noch nicht gezeigt hat. Der Wal hält sich nahe der Wasseroberfläche auf.  Erst wenn er seine Flukke anhebt, macht er sich in die Tiefsee auf, was dann zwischen 30 Minuten und 3 Stunden dauern kann. Also warten wir geduldig weiter. Nach ca. 20 Minuten ist er wieder da. Und das fotografieren geht weiter. Allerdings kommen wir dem Wal erneut zu nahe und er taucht wieder ab. Es dauert wieder eine halbe Stund, dann sehen wir die Rückenflosse ein drittes Mal im Wasser.  Allerdings nur kurz, dann ist das Tier wieder verschwunden. Diesmal sei er in die Tiefsee abgetaucht, erklären uns die Guides. Leider hat er seine Flukke nicht sichtbar in die Höhe gestreckt. Das ist aber das eigentliche Highlight einer Walsafari. Wir sind etwas enttäuscht, aber auch glücklich, das war unser erster Pottwal. Aus diesem Grund wird den Teilnehmern eine weitere kostenlose Fahrt am nächsten Tag angeboten. Leider fahren wir am Sonntag schon weiter, so dass wir dieses Angebot nicht annehmen können.  Gegen 1.00 Uhr erreicht die "Andfjord" den Hafen von Andenes. Wir sind noch viel zu aufgewühlt, um schon schlafen zu gehen. Wir machen uns noch einen kleinen Imbiss und lassen das Erlebte noch einmal auf uns wirken. Unsere Nachbarn, die Angler, haben Rücksicht walten lassen und keinen Fisch ins Haus gebracht. Wir sind sehr erleichtert.



Geschrieben von Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst am Freitag, 25. August 2006 (937 hits)
Letzte Aktualisierung ( Freitag, 25. August 2006 )
 
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