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"Beth, ich werde das Land verkaufen." Christina legte das Buch zur Seite.
Ray schaute hinter seiner Zeitung vor.
"Fällst du diese Entscheidung nicht etwas schnell, Tina?"
Sie zuckte mit den Schultern. "Wie lange soll ich noch warten. Der
Doktor sagt, ich bin gesund, also muß ich eine Entscheidung treffen,
was ich hiermit tue. Du hast es letzte Woche selbst gesehen, es ist
nichts mehr da, worauf man aufbauen könnte, keine Leute, die Felder
sind teilweise verwüstet, die Pflanzen verblüht. Der Boden müßte neu
bearbeitetet werden. Die Gerätschaften sind weg..."
"Und was gedenkst du dann zu tun, wenn du verkauft hast?" fragte Ray und runzelte die Stirn.
"Du könntest bei uns bleiben." warf Beth schnell ein.
"Ich danke dir..." Christina ergriff die Hand ihrer Freundin "...aber
ich.. kann nicht hierbleiben." Sie erhob sich und trat an die offenen
Verandatür. Die Nachmittagsonne schien klar und rein, wie zum Hohn auf
ihre trüben Gedanken, die sich nach einem kühlen verregneten, grauen
Himmel sehnten.
"Ich werde wohl wieder nach Hause fahren. Der Familienbesitz ist
verweist, meine Schwester wohnt dort alleine mit ihren Kindern, seit
ihr Mann tot ist. Sicher kann sie Gesellschaft gebrauchen."
"Du willst uns verlassen?!"
Christina spürte das Entsetzen in Beth Gesicht, mehr als sie es sah.
Sie senkte den Blick. Es tat weh zu gehen, ja, aber es tat auch weh zu
bleiben. Es tat mehr weh.
Und wenn sie blieb, würde sie nie mehr sie selbst sein, das spürte sie.
Sie mußte einfach alles hinter sich lassen. "Ich kann nicht anders
Beth." Sie konnte diese Worte kaum aussprechen und spürte, wie Beth
ihre Hand ergriff. Sie brauchte nichts weiter zu sagen, Beth wußte den
eigentlichen Grund...
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 30. Dezember 2007 )
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