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Himmel über Sarawak PDF Drucken E-Mail
Inhalt
Himmel über Sarawak
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40
Kapitel 41
Kapitel 42
Kapitel 43
Kapitel 44
Kapitel 45
Kapitel 46
Kapitel 47
Kapitel 48
Kapitel 49
Kapitel 50
Kapitel 51
Kapitel 52

sundown01 "Der Arzt hat gesagt, du sollst dich schonen."
"Ja, das sagen mir alle, aber wenn ich mich nur schone, wie soll ich dann zu Kräften kommen." Langsam kam sie die Stufen herunter, die in die offene, mit zahlreichen Durchgängen versehene Halle führten und von wo aus man in Lagerräume, die Versorgungsräume, Arbeitszimmer und über den angenehm schattigen Hof, ins Geschäft kam.
Ray stand kopfschüttelnd am Fuß der Treppe und beobachtete sie. "Na, wenigstens ist deine spitze Zunge wieder bei Kräften."
"Du solltest mit deinen Bemerkungen vorsichtiger sein, Ray Park, sonst bleibe ich womöglich länger als dir lieb ist und störe deinen häuslichen Frieden..."
"Will die Dame etwa das Land verlassen?"
"Yanez!"
Um die Ecke schob sich Yanez de Gomera, elegant gekleidet in einen braunen Anzug und natürlich mit Hut.
Er empfing sie unten an der Treppe und hob sie die letzten drei Stufen hinunter.
"Wie ich sehe, geht es dir hervorragend."
"Erzähl' du mir jetzt nicht auch noch, ich muß mich schonen."
"Ich wird mich dann mal wieder um meine Kunden kümmern. Falls ihr was braucht müßt ihr nach Kathryn rufen. Beth ist mit Eve ausgegangen."
"Komm." Christina trug ein dunkelblaues, schmales Kleid mit einem zarten Spitzenbesatz an den Ärmeln. "Setzen wir uns."
In dem schattigen Hof standen mehrere Stühle mit weichen Kissen.
"Hier verbringe ich seit einer Woche meine Tage. - Nicht gerade sehr abwechslungsreich." Sie schaute Yanez entmutigt an.
"Was sagt der Doktor."
Christina lacht kurz und falsch auf "Ich soll mich schonen."
"Hast du dir überlegt, was du tun willst, wenn es dir besser geht? - Willst du die Plantage wieder aufbauen?"
Christina zog mit ihren Blicken das Mosaik auf dem Steinfußboden nach "Einen Tag will ich sie wieder aufbauen, einen Tag nicht..." Sie schaute zu Yanez auf. "Beth will in zwei Tagen mit mir hinaus fahren."
"Beth will mit dir hinfahren? - Du hast darauf bestanden, daß sie mit dir fährt!"
Ein schwacher Abglanz ihres betörenden Lächelns flog über ihre Lippen. "Du hast recht! - Ich habe sie gezwungen! - Warum bist du noch in der Stadt, Yanez?"
"Na, weil es meiner Nichte nicht so gut geht, ist das kein Grund?"
Sie schwiegen.
Yanez runzelte die Stirn. Er war in dererlei Dingen doch etwas ungeübt, um die richtigen Worte zu finden..."Sandokan mußte Sarawak verlassen."
"Ich weiß."
"Er hat Tag und Nacht bei dir gewacht."
"Weißt du wo er ist?"
"Nein!"
"Das glaube ich dir nicht!"
"Das mag stimmen."
Yanez beugte sich vor "Christina, er ist ein gesuchter Verbrecher, auch wenn die britische Regierung daß schon sehr viel gelassener sieht."
"Ja, es ist schon komisch..." seufzte sie "...Christopher, Alexandre, James ... Nute Gunray...warum ist das bei mir immer so kompliziert...?"
"Nun, das muß in der Familie liegen, ich hatte da auch nicht viel Glück. Nur meinen Bruder, deinen Vater, den habe ich immer beneidet, das Glück zu haben, deine Mutter zu heiraten. Wenn ich der ältere gewesen wäre, dann hätte man sie mir zugedacht und ich glaube nicht, daß ich dann weggegangen wäre. Stell dir vor, dann wärst du meine Tochter..."
"Dann würden wir jetzt sicher nicht hier sitzen..."
"Das ist wohl wahr...Und ich hätte sicher nicht soviel von der Welt gesehen....Hat dir eigentlich jemals jemand erzählt, warum ich gegangen bin und sozusagen aus den Familienbüchern gestrichen wurde?"
"Darüber wurde nie geredet, nur das du das Familienerbe verraten hast... Aber ich bin sicher, du wirst es mir erzählen."
"Wenn du unbedingt willst, also...."
Christina ließ sich in ihre Kissen zurückfallen und lauschte der beruhigenden Stimme von Yanez, die sie an Zeiten erinnerte, als ihr Leben noch einen klaren übersichtliche Ablauf hatte, nach festen Richtlinien und Statuen funktionierte, undenkbar, daß sich daran jemals hätte etwas ändern sollen....


Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 30. Dezember 2007 )
 
 
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