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Himmel über Sarawak PDF Drucken E-Mail
Inhalt
Himmel über Sarawak
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40
Kapitel 41
Kapitel 42
Kapitel 43
Kapitel 44
Kapitel 45
Kapitel 46
Kapitel 47
Kapitel 48
Kapitel 49
Kapitel 50
Kapitel 51
Kapitel 52

sundown01"So wie ich die Lage einschätze, wird sich ein Kampf nicht umgehen lassen." Captain Picard beugte sich über die auf dem Schreibtisch ausgebreitet Landkarte. "Falls nicht Sandokan angreift, was ich vermute, da er das Treiben des Gouverneurs nicht länger billigen wird, wird der Gouverneur weiterhin Unschuldige opfern."
"Es muß beidem Einhalt geboten werden. Lieber wäre es mir noch, wenn wir einen Kampf von vorn herein verhindern könnten, aber für den Fall, daß wir zu spät kommen, was schlagen sie vor, meine Herren?"
Colonel O'Neill schaute zu Captain Picard hinüber, dessen Stirn sich in Falten gelegt hatte und der das Wort ergriff. "Es so unblutig wie möglich beenden."
"Wenn der Kampf im vollen Gang ist, können wir nur eines tun, um das schlimmste zu verhindern, Mylord...." Die Ausführungen wurden jäh durch einen Tumult draußen unterbrochen.
Kanzler John G. Martok, Abgesandter der britischen Krone, riß die Türen zum Arbeitszimmer des Gouverneurs auf und stürmte auf den Gang. Vor ihm entfaltete sich ein eigenvertümliches Bild: Fünf bewaffnete Soldaten im gebührenden Abstand um einen in schwarz gewandeten, großen, dunkelhäutigen Mann, der einen wesentlich kleineren, gefesselten am Kragen gepackt hielt.
"Wollen sie wissen, wer Gouverneur Gowron getötet hat, dann ziehen sie ihre Männer ab, oder ich gehe wieder mit meinem Gefangenen."
Der Kanzler hob zweifelnd die Augenbrauen. "Wer sind sie?"
"Das ist nicht Inhalt unseres Gespräches."
"Wer ist der Mann?" John G. Martok deutete auf den Gefesselten.
"Mister Jerry Binks, Verwalter der van Hennings Plantagen. - Und das ist sein Geständnis. Der gefährlich aussehende Mann hielt ein Papier in der Hand. "Den Rest wird er ihnen erzählen."
"Na, gut! Treten sie ein." Der Kanzler winkte den Soldaten zu, die mit ihren Gewehren im Anschlag in das Arbeitszimmer folgten.
"Ich danke ihnen für die großzügige Gastfreundschaft." Der Fremde machte eine angedeutete Verbeugung. Nur sein unverschämtes Grinsen sprach dieser Aussage Lügen.
Skeptisch postierte sich der Lord hinter dem Schreibtisch. "Kommen sie zur Sache, Mann."
"Dieser Mann hier gesteht, am Sklavenhandel beteiligt gewesen zu sein und zu wissen, wer Henry Gowron umgebracht hat. Ich habe ihm zugesichert, daß sie ihm mildernde Umstände gewähren, da er nur Handlanger war."
"Wenn dem so ist. Können wir darüber reden." Nun mußte sich der Gouverneur doch setzen "Und welche Rolle spielen sie in dem Stück?"
"Sagen wir..." ein selbstgefälliges Lächeln schmückte die rauhen Züge "...ich bin der Bote der Götter."
Dem Kanzler war anzusehen, daß er davon nicht so ganz überzeugt war..."Mr. Binks, bestehen diese Anschuldigungen zu recht?"
Der Angesprochene schaute ihn zweifelnd an. Sein Gesicht war rußig, als wäre er knapp einem Feuer entronnen.
"Nehmen sie dem Mann die Fesseln ab, Picard, und geben sie ihm was zu trinken." Mr. Binks schien recht dankbar zu sein und mit zitternden Händen nahm er das ihm dargereichte Glas, wesentlich glücklicher hier zu sein, und vor diesem Barbaren doch einen gewissen Schutz zu haben.
"Also, Mr. Binks." begann der Kanzler von neuem "Wenn sie uns ein genaues Geständnis abgeben, bin ich in der Lage sie vor dem Galgen zu bewahren. Wer steckt hinter all' dem."
Jerry Binks blickte zu dem Fremden hinüber, der dem Gouverneur den Zettel reichte.
"Ich der Unterzeichnete, ..." las Lord Martok laut "...gestehe, freiwillig, nicht unter Zwang..... Wer ist Nute Gunray?"
"Der Mörder von Henry Gowron, derjenige, der hier alle betrogen, sich auf Kosten anderer bereichert hat. Sie wären erstaunt, wieviel Ländereien er inzwischen hier besitzt. Das einzigste, was ihn noch fehlte waren Macht und Einfluß, ein kleines Königreich...."
"Ich will das von Mr. Binks wissen, nicht von ihnen." herrschte Kanzler Martok den Fremden an, von dem er vermutete, daß er ein Kopfgeldjäger war und nur noch hier, weil er abschätzen wollte, wie hoch seine Belohnung ausfallen würde. "Ich warte, Mr. Binks...."
"Nute Gunray..."begann dieser mit krächzender Stimme und räusperte sich "...ein kleiner Dieb .....ein Zufall war es, daß er auf dem gleichen Schiff war wie General Kirk. Er gab sich als angesehener Geschäftsmann aus und das konnte er gut....Das Schiff geriet in einen Sturm und sank. Nute konnte sich mit General Kirk auf einem Stück Treibholz retten. Der Bitte des Sterbenden aber, den Sigelring seiner Familie zu übergeben, kam er nicht nach."
Die Gesicht des Kanzlers schien in seine Einzelteile zerfallen zu wollen
" ....Statt dessen schrieb er der Tante von James Kirk in Beaufort, daß er nach einer recht stürmischen Überfahrt seinen neuen Posten in Rangun angetreten hätte....Es war ein einfaches aus Nute Gunray General James T. Kirk zu machen, sie sahen sich sehr ähnlich..."
"Sagen sie den Herren, warum sie das alles so genau wissen, Binks." Der Fremde schubste den Verwalter an, der sich erschrocken zusammenkauerte.
"Er...er ist mein Halbbruder."
Stille lastete schwer im Raum. Alles hätte der Lord Kanzler erwartet, aber nicht das.
"Und von wessen Hand starb Gouverneur Gowron, wenn James Ki...Nute Gunray in Rangun war?" fragte skeptisch Colonel O'Neill.
"Nun..." Jerry Binks wurde etwas lockerer, angesichts der Reaktion, die seine Enthüllungen verbreiteten. Da kam der alte Tingeltangelkünstler in ihm durch. Er hatte ein begeistertes Publikum. "...offiziell besuchte er seine Tante in Beaufort, wo er sich auch hat blicken lassen, aber sicher nicht bei der alten Lady war, und wer fragt schon bei einem General nach...dann hat er einen Abstecher in den Dschungel gemacht, sich verkleidet, Henry Gowron auf einen abgelegen Pfad geführt und ihn ermordet. Anschließend hat er mich besucht und mir von seinen Plänen berichtet und was er vermutete, traf ja auch ein: Er war der einzige zur Verfügung stehende Kandidat für den Posten des Gouverneurs hier...."
Wieder senkte sich Stille über den Raum. Das mußte John G. Martok erst mal verkraften. Was für eine...ihm fiel ein passender Ausdruck nicht ein und normalerweise war er um Worte nicht verlegen. Er erhob sich, der Tragweite dessen bewußt, was sich hier abspielte.
"Meine Herren, wir haben da draußen einen Betrüger, der im Namen der britischen Krone Menschen tötet und im Begriff ist, einen Krieg anzufangen. Wir reiten in zwei Stunden. - bringen sie Mr. Binks hinter Schloß und Riegel. - Und nun zu ihnen: An welche Höhe der Belohnung dachten sie?"
Der Fremde lachte ihn ... aus? - Ja, er lachte den Lord Kanzler ihrer Majestät aus...
"Dieses kleine Schauspiel war mir Belohnung genug. Mit ihrer Erlaubnis, ziehe ich mich jetzt zurück."
Und ehe sie sich's versahen, war er wie eine Spukgestalt aus dem offenen Fenster gesprungen und wie vom Erdboden verschwunden.


Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 30. Dezember 2007 )
 
 
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