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Himmel über Sarawak PDF Drucken E-Mail
Inhalt
Himmel über Sarawak
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40
Kapitel 41
Kapitel 42
Kapitel 43
Kapitel 44
Kapitel 45
Kapitel 46
Kapitel 47
Kapitel 48
Kapitel 49
Kapitel 50
Kapitel 51
Kapitel 52

sundown01 "Sie haben uns umzingelt!"
"Wieviel sind es?"
"Schwer zu sagen. Der Gouverneur hat die Truppen von ganz Sarawak alarmiert. Das heißt, es könnten ständig neue Einheiten dazustoßen."
"Warum dieses Aufheben um ein paar Flüchtlinge?"
"Er wird ein Exempel statuieren, um das Land unter seine Knute zu zwingen und Sandokan damit zu einem offenen Kampf fordern."
"Ich kann mir nicht vorstellen, daß die britische Regierung tatenlos zuschaut, immerhin war ihre Politik in den letzten Jahren sehr tolerant."
"Das hilft uns jetzt auch nicht weiter. Wir können nicht warten, bis der Gouverneur noch mehr Truppen heranzieht. Wir werden angreifen, von verschiedenen Seiten."
"Mit all' den Frauen und Kindern?!" Ray Park starrte den kräftigen Mann mit dem kurzen braunen Haaren und dem gestutzten Vollbart aufgebracht an, dessen Blick in Richtung der feindlichen Linien ging, die sich außerhalb des kleinen Felsentales sammelten.
"Mich würde interessieren, wer ihnen dieses versteckte Lager gezeigt hat?!" Li Lian Jie verschränkte die Arme vor die Brust und starrte mißtrauisch von einem zum Anderen. Er war vor zwei Tagen mit Waffen und Munition hier angekommen, um sie in den natürlichen Höhlen zu lagern und sich hier mit Sandokan zu treffen.
"So wie es in den Reihen der Briten Spione gibt, so gibt es auch in den Reihen von Sandokan welche." Der große Mann mit den langen schwarzen Haaren und der auffälligen Hautfarbe stand unbeweglich neben Li. Seinen Augen entging nichts, was sich außerhalb des kleinen Felsenringes, der ihnen einen einigermaßen Schutz gab, abspielte. "Bisher sind es 40 bewaffnete Männer. Wenn wir eine Chance haben, dann nördlich. Dort sind die Reihen der Feinde offen und es ist der kürzeste Weg in den tiefen Dschungel, wo eine Verfolgung schwierig werden wird für die Weißen. "
"Ulzana hat recht. Wir müssen uns den Weg freikämpfen, andernfalls können wir uns höchstens für drei Tage halten, mit den Vorräten, die wir haben. Und wir wissen nicht, wo Sandokan ist und ob sie uns rechtzeitig erreichen." Der bärtige Mann aus Sematan, der kurz vor den Briten mit einer Gruppe aus einfachen Landarbeitern hier eintraf, ließ seine zusammengekniffenen Augen, in denen das Glimmen der Schlacht loderte, über die Männer neben ihm gleiten.
"Und wie sieht dein Plan aus, Maximus?" fragte Ray Park.
"Wir teilen uns in drei Gruppen, aber nur die nördliche wird versuchen den Feind soweit wie möglich lautlos zu umgehen und eine Schneise freikämpfen, durch die die Frauen und Kinder entkommen können. Li, Ulzana und ich führen die nördliche Gruppe, Ray, du nimmst die südliche, Tialc, die westliche." Als einstiger General einer Armee, unter einem König dem er seine Dienste verweigerte, da der durch Vatermord an die Macht gekommen war und als Strafe Maximus Frau und Sohn ermordete, wußte er, daß es unmöglich war, sie alle zu retten... "Verteilt die Waffen und die Munition. Sobald alle bereit sind, werden wir losschlagen."
Die Männer kletterten von dem kleinen Felsengrat, daß das Tal umschloß und nur einen kleinen Durchgang offenließ. Ein ideales Versteck, da niemand hier Höhlen vermutete, aber in diesem Fall, war es zu einem tödlichen Hinterhalt geworden.
Jemand gesellte sich neben ihn und teilte seinen Blick über die vor ihm liegenden offenen Baumwälder und Buschpflanzen, die zu weit auseinanderlagen, um wirklich geeigneten Schutz zu finden.
"Wir haben die gleichen Gedanken, mein Freund." sprach Ulzana Maximus an, den er länger kannte als Sandokan. Gemeinsam waren sie mit dem gleichen Schiff über das Meer gekommen, wo es sie in dieses Land verschlagen hatte.
"Ja. Wir werden nicht alle durchbringen!"
Maximus ging in die Hocke und seine Hand griff in den warmen weichen Sand, zerrieb ihn zwischen den Handflächen. Er richtete sich wieder auf und sein Blicke aus zusammengekniffenen Augen, schweifte über die scheinbar friedliche, unberührte Natur, in die sich der Feind wie die Pest verkrochen hatte und nur darauf wartete, zuschlagen zu können, um Leben zu zerstören.
"Auch wenn wir diesen Kampf nicht gewinnen können, so sind die Zeichen deutlich auch für die Weißen sichtbar. Lange werden sie dieses Land nicht mehr beherrschen." sagte Ulzana stolz und bestimmt. "Ein Volk sollte wissen, wann es besiegt ist."
Maximus schaute über die feindlichen Linien hinaus in eine unbestimmte Ferne..."Würdest du es denn wissen, Ulzana? - Oder ich...?"



Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 30. Dezember 2007 )
 
 
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