Main Menu
Home
Sitemap
Urlaub
Norwegen 2002
Norwegen 2005
Norwegen 2006
PC-Spiele
Das schwarze Auge Teil 1
Fan-Pages
Korpiklaani
Kabir Bedi
Bildergallerien
Übersicht
Sonstiges
Favoriten
Kontakt
Gästebuch
Haftungshinweise
Visit me at MySpace
Login Form





Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Kabir Bedi Fanpage
 
Start Tonträger Filme Presse Bücher Links News FanWare Fans KBFC
 
Himmel über Sarawak PDF Drucken E-Mail
Inhalt
Himmel über Sarawak
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40
Kapitel 41
Kapitel 42
Kapitel 43
Kapitel 44
Kapitel 45
Kapitel 46
Kapitel 47
Kapitel 48
Kapitel 49
Kapitel 50
Kapitel 51
Kapitel 52

sundown01 Ein bohrendes Hungergefühl weckte sie auf. Es war warm, aber angenehm warm. Es mußte noch früh am Tag sein.
Sie öffnete die Augen und schaute in ein offenes Blätterdach, durch den ein strahlend blauer Himmel schimmerte. Die exotischen Geräusche um sie herum riefen ihr ins Gedächtnis, daß sie irgendwo im Dschungel war, irgendwo in einem Sumpf, auf der Flucht...
Sie setzte sich auf. Sie befand sich neben einer Feuerstelle, von der nur noch Aschereste übrig waren. Der Boden war fest und trocken. Wie fest und hart, daß ließ sie ihr Körper durchaus spüren.
Es war eine kleine Lichtung. Durch die Bäume schimmerte es bläulich. Das mußte Wasser sein. Von Sandokan fehlte jede Spur, aber seine Sachen hingen da ...und daneben hingen ihre.
Christina van Henning hielt für einen Moment die Luft an.... Sie konnte sich daran erinnern, daß sie geritten war, während Sandokan das Tier geführt hatte, welches jetzt friedlich an einen Baum gebunden war und nach ein paar Blättern schnappte. Und sie war müde gewesen...und dann war sie hier aufgewacht. In ihrer Unterkleidung! - Nun, dann sollte sie die Gelegenheit ganz einfach nutzen, und gleich ein Bad nehmen, was Sandokan offensichtlich auch tat.
Sie trat durch die schlanken Bäume und blieb staunend am Ufer eines Sees stehen. Keines natürlichen Sees. Er war eingerahmt von Mauren, die, wo nicht bewachsen, von zahlreichen Ornamenten und Schriftzeichen geschmückt waren. Sie ragten so hoch wie die Bäume, mit denen sie in der Höhe zu konkurrieren schienen. In der Mitte des Sees erhob sich eine Säule, deren oberer Rand unschön abgebröckelt war. In dem klaren blauen Wasser waren einzelne jetzt von Wasser umspülte Plattformen auszumachen. Gegenüber sah es so aus, als würde dort ein mit Säulen verzierter Eingang ins Innere führen, der jetzt unter Wasser lag. Farbenprächtige Blüten trieben auf dem glasklaren See. Man könnte beinahe meinen, man schaue auf einen Spiegel, den man ohne Schwierigkeiten betreten könne, ohne in ihm zu versinken.
Sie kniete sich hin und ließ ihre Hand in das angenehm kühle Wasser gleiten. Das von ihren Fingern aufgewirbelte Naß, kam zur Ruhe und zeigte ihr ein Gesicht, welches von ungestümen Haaren umrahmt wurde.
Wie sie aussah! Ihr Spiegelbild fuhr sich mit der Hand über die Haare und versuchte sie zu glätten. Sie schaute in dunkle große Augen, die sie traurig zurück anschauten. War sie das da wirklich....? Wie oft hatte sie schon in den Spiegel geschaut, wie oft geprüft, ob die Frisur noch saß, ihr Kleid... der Schmuck paßte,... aber hatte sie sich selbst schon einmal im Spiegel angeschaut?
Sie schloß die Augen und verbannte daß ihr so fremde Antlitz, aber nun sah sie andere Gesichter vor sich und tiefe Bitternis ließ sie das Atmen schwer werden.
Wie hatte das alles nur passieren können?
Sie zog ihre Knie ganz fest an ihren Körper. Ihre Gedanken kreisten um Alexandre. Sie sah sein Gesicht, hörte seine Stimme, sein Lachen, spürte seine Hände.. Wie konnte er einfach so gehen, ohne ein Wort, einen Brief, eine Erklärung? War es ihre Schuld, weil sie versucht hatte ihn herauszufordern, um ihn gegen einen Verbrecher einzutauschen?
Ihre Lippen waren ein schmaler Strich. Der feuchte Glanz in ihren Augen funkelte wie der See zu ihren Füßen. Eine Träne rann über ihre Wange und fiel im Sonnenlicht funkelnd wie ein Diamant auf den See zu. Christina verfolgte ihren Weg, wie als beobachtete sie den Flug eines Vogels, der frei von allen Zwängen sich hinbegeben konnte wo er wollte.
Sie hatte das Beste, das Liebste auf der Welt verloren. Wie hatte sie so kurzsichtig sein können und das zulassen können. Und es war nicht der Gedanke daran den Mann verloren zu haben, mit dem sie lustvolle Stunden erlebt hatte, sondern sie hatte mehr verloren: einen Freund, einen Berater, ein Teil ihrer Seele war mit ihm gegangen und nur weil sie so vermessen war, sich einem aufgeblasenen Schnösel, der sie nur benutzt hatte und ihr schöne Augen machte, verfallen war.
Aber hatten sie sie nicht alle nur benutzt? Ihr Mann, wegen der Mitgift, Alexandre, weil er bei seiner Frau nicht das gefunden hatte, was sie ihm gegeben hatte? ...Der Gouverneur, Jerry Binks......
"Wie fühlen sie sich?"
Diese Stimme klang wie der Ruf aus einer anderen Welt, die sie von den Stufen der vergangenen zurückholte.
Christina richtete sich auf und tupfte sich mit der Decke, ihre Tränen ab.
"Danke, ganz gut." Ihre Stimme klang nicht so, wie sie es gewollt hätte.
"Sie müssen etwas essen. Sie haben 14 Stunden geschlafen."
"Ich wollte mich erst noch erfrischen."
"Gut."
Er hatte sie schon eine Weile beobachtet, wie sie schweigsam und zusammengesunken in den See starrte und sicher würde sie immer noch in ihren Gedanken versunken sein, die sich immer und immer wieder im Kreis drehen würden, wenn er sie nicht angesprochen hätte.
"Sandokan?"
Er blieb stehen und wandte sich zu ihr um. Sie hatte sich erhoben und hielt die Decke um ihre Schultern mit ihren Händen fest zusammen. Ihr Blick war ernst, hatte aber einen Anflug von tiefer Niedergeschlagenheit.
"Sie haben mich als Lockvogel benutzt?" So wie sie ihn ansah, war ein Nein von vornherein ausgeschlossen.
"Gewissermaßen ...Ja. Ich wußte nicht, wie sich die Dinge entwickeln, noch wer wirklich hinter allem steckte, es waren nur Vermutungen."
"Warum haben sie mich nicht eingeweiht in ihrem Plan?"
"Das wäre zu gefährlich gewesen, und vielleicht hätten sie sich verraten, durch ihr Verhalten."
"Aber vielleicht hätte es einen anderen Weg gegeben. Meine Freunde sind jetzt ebenfalls in Gefahr."
"Keine Angst, sie sind gewarnt worden und befinden sich gewiß bereits in Sicherheit."
"Sie wissen es aber nicht!" Ihr Stimme drohte sich zu überschlagen. "Sind sie Gott, daß sie über das Schicksal anderer bestimmen? - Nein, natürlich nicht, wie konnte ich das vergessen...." beißender Spott spiegelte sich in ihren Worten und ihrem Gesicht "...sie sind der Tiger von Malaysia, der daß natürlich auch kann." Sie wandte sich ab. "Ich will jetzt baden, würden sie sich bitte entfernen?"
"Ich verstehe. Man hat ihre Gefühle verletzt..."
"Man?"
"Ich hatte keine andere Wahl."
Christina van Henning wirbelte wieder zu ihm herum und blitzte ihn an. "Man sagt oft, man hat keine Wahl, nur um die Entscheidung, die man bereits getroffen hat, zu rechtfertigen."
Ihre Blicke begegneten sich, blanke Wut sprach aus ihren Augen.
Sandokan verschränkte die Arme vor der Brust, über sein noch offenes von einzelnen Wasserflecken benetztes Hemd. "Aber auch sie sind nicht ganz ehrlich gewesen. Sie wissen mehr über mich, als ich sicherlich selber nur vermuten kann."
"Da bin ich jetzt aber gespannt?" fiel sie ihm schnippisch ins Wort
"Lady Dora Parker! Sie ist eine Freundin von ihnen..."
"Eine Bekannte!"
Sandokan neigte leicht den Kopf zur Seite. Der Schalk kehrte in seine ernsten Augen zurück. "Und die Brosche ist keineswegs das Familienwappen van Hennings, Seniorina de Gomera!"
Wieder sprachen für Sekunden nur ihre Augen miteinander, ohne zu erkennen zu geben, was jeder dachte.
"Es wäre schön, wenn sie sich jetzt zurückziehen würden, damit ich mein Bad nehmen kann, denn sicher wollen sie ja so schnell wie möglich aufbrechen."
"Ganz wie ihr wünscht." Sandokan deutete mit einem verhaltenen Lächeln eine Verbeugung an und wandte sich ab, blieb aber stehen und drehte sich noch einmal halb zu ihr herum. Sie hatte die Decke bereits von ihren Schultern gleiten lassen, zog sie aber sofort wieder hoch, als sie seine Stimme vernahm.
"Übrigens: Wenn sie das nächste Mal in ihrem Unterkleid auf den Balkon treten, dann vergewissern sie sich vorher, ob der Mond scheint und ob sie wirklich alleine sind." Sandokan verschwand zwischen den Bäumen und konnte Gott sei Dank ihre gemurmelten Flüche nicht mehr hören.
Er war also die ganze Zeit dagewesen, und wer weiß, was er sonst noch alles gesehen hatte...Voyeur! Ganz zu schweigen von dem peinlichen Gespräch mit Lady Anne Birdsinging und dem Geturtel mit dem Gouverneur....Männer! Im Grunde waren sie alle gleich...Sie dachte an ihren Mann, Alexandre, den Gouverneur, ihre Freunde...nun, vielleicht gab es einige Ausnahmen...Ray, Henry Gowron, Kommodore Spock..den sie leider nicht so gut kannte, wie sie es sich erhofft hatte, aber vielleicht war es auch besser so...
Das Wasser war angenehm und es schien alle unschönen Gedanken fortzuspülen.
Egal was Beth sagte, sie wollte keinen Mann mehr, und wer weiß, wohin diese Geschichte noch führen würde. Vielleicht mußte sie ja dieses Land verlassen, vielleicht mußte sie ja bei Sandokans Leuten bleiben, weil sie jetzt eine gesuchte Verbrecherin war..Was für eine aberwitzige Situation. Mit wem konnte sie jetzt reden? Was sollte sie machen? Konnte sie Sandokan um Rat fragen...? - Ein unsicheres Gefühl verwarf diesen Gedanken wieder. Sie mußte versuchen mit ihrem Onkel in Kontakt zu treten.
Christina van Henning versuchte ihr Haar zu glätten und gab es dann auf. Sie kehrte zu der kleinen Lichtung zurück und zog sich ihre Sachen wieder an. Sandokan kehrte ihr den Rücken zu. Er hatte das Feuer wieder entfacht und briet ein paar Fische. Sie setzte sich ihm gegenüber hin. Er hielt ihr einen Holzspieß mit einem Fisch hin, den sie ergriff.
"Ich habe mir überlegt zu meinem Onkel ...zu Yanez zu gehen, solange die Lage hier noch nicht geklärt ist. Dann falle ich ihnen auch nicht länger zur Last."
"Das dürfte kein Problem sein. Yanez müßte Sarawak bereits erreicht haben. Wir werden ihn sicher in ein paar Tagen treffen."
"Woher wollen sie das wissen?"
"Wenn Yanez hört, daß wir durch die Sümpfe geflüchtet sind, wird er auch wissen, welchen Weg wir nehmen."
"Und was ist mit Verfolgern?"
"Die Briten trauen sich nicht in die Sümpfe. Sie verlieren immer die Orientierung, wenn sie sich zu weit reinwagen."
Es entstand eine längere Pause, in der Christina feststellte, wie hungrig sie gewesen war. Sie aß bereits den zweiten Fisch.
"Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie wir hierher gekommen sind?"
"Sie waren sehr erschöpft und die Feuchtigkeit in den Sümpfen hat sein übriges getan. Wenn sie sich besser fühlen, reiten wir weiter. Es wird nur langsam voran gehen, da wir nur ein Pferd haben."
Sie aßen zu Ende und löschten dann das Feuer. Ohne weitere Verzögerung rollte Sandokan die Decken zusammen und füllte noch einmal die Wasserflasche. Er saß auf und half ihr hoch.
"Ich hoffe es ist einigermaßen bequem."
"Ehrlich gesagt, ich bin schon bequemer gereist."
Das Gelände durch das sie kamen war recht hügelig und immer noch sehr dicht bewachsen. Teilweise mußten sie zu Fuß gehen.
"Was war das für in Palast, wo wir übernachtet haben?"
"Man nennt ihn den Tränenpalast. Erbaut vor 200 Jahren von einem Sultan, der dort den Sarkophag seiner Frau hinbrachte und dann den Palast überflutete."
Wie passend, dachte Christina. Und ein Anflug von Melancholie umspielte ihre Lippen. Vielleicht hatte ja Alexandre auch bei Ray eine Nachricht hinterlassen, oder Beth wußte näherers..und wenn nicht...es würde auch dann irgendwie weitergehen.
"Alles in Ordnung?" Sandokan hatte angehalten und schaute zurück. Christina hatte gar nicht bemerkt, wie sie immer langsamer geworden war und zurückfiel.
"Ja." antwortete sie knapp, aber so ganz schien er ihr das nicht zu glauben. Doch sie wich seinem forschenden Blick aus und er fragte auch nicht weiter.
"Erzählen sie mir etwas über Lady Dora. Geht es ihr gut?"
Die Frage kam recht unverhofft, und so dauerte es einen Moment bis sich Christina auf eine Antwort einstellen konnte.
"Ihr letzter Brief ist schon einige Wochen alt. Sie vermißt die Sonne, und war entrüstet, über das was hier vorgeht."
"Hat sie ihre Geschichte geschrieben?"
"Ja, das hat sie und sie ist auch veröffentlicht worden. Sie sind jetzt sehr berühmt in England und wer weiß, vielleicht schreibt sie ja noch ein Buch."
"Wenn sie ihr das vorschlagen, würde sie das wahrscheinlich wirklich machen. Ich wäre ihnen dankbar, wenn sie das nicht..."
Ein spitzer Schrei ließ ihn herumfahren. Christina war nach vorne gesprungen und klammerte sich an Sandokans Arm. Ihr Herz raste.
Sandokan hatte bereits halb seinen Säbel gezogen, entspannte sich aber wieder und ließ ihn stecken.
Zwischen den Büschen verschwand, Schutz suchend, eine handgroße schwarze Spinne.
"Die hätte ihnen nichts getan. Das war ein sehr junges Exemplar, ihre Beißwerkzeuge sind noch nicht richtig ausgebildet."
"Wie sieht dann erst das ausgewachsene Tier aus!?"
"Doppelt so groß."
"Ich wußte gar nicht, daß es solche Kreaturen hier gibt."
"Hat sich noch keine in ihr Haus verirrt? - Da hatten sie aber Glück!" Christina wedelte sich mit der Hand Luft zu. Ihr war mehr als schlecht. Sie hatte das Gefühl keinen Schritt mehr weiter gehen zu können. Ein kalter Schauer jagte über ihren Rücken. Sie erzitterte.
"Übrigens eine Delikatesse."
"Hören sie auf!" Sie schaute böse zu Sandokan hoch, der sich offensichtlich amüsierte. "Sie haben keine Angst einem Mann mit dem Degen entgegenzutreten, aber sie erschrecken sich zu Tode vor Spinnen!"
"Jeder hat seine Schwächen." Christina war immer noch ganz schlecht, wenn sie an dieses Ding dachte, das fast über ihre Füße marschiert wäre..
"Möchten sie eine Pause machen?" fragte er fürsorglich.
Christina spürte plötzlich seine Hand auf ihrer Schulter und ihr wurde bewußt, daß sie sich immer noch an seinen Arm klammerte. Am liebsten hätte sie ihn wie vom Blitz getroffen losgelassen, aber sie konnte nicht. Wie eine warme Welle durchflutete sie diese Berührung. Ihr ganzes Leben schien darin geströmt zu sein. Sie hob ihren Blick und schaute in Augen, in denen sie zu versinken drohte.
Mit plötzlichem Erwachen sahen sie einander an, deren tieferen Sinn und Deutung sie verstandesmäßig nicht erfassen konnten und ihnen wie mit göttlicher Gewalt gesandt worden war. Das Gefühl war plötzlich so wirklich wie die Sonne am Himmel, der Boden unter ihren Füßen...
Seine Hand strich über ihre Schulter, berührte ihr Haar und glitt über ihre Wange...Christina war nicht in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen. Sie hatte das Gefühl zu schweben.
Seine Hand bleib auf ihrer Wange ruhen. Etwas änderte sich. Sein Blick, seine Augen, sie verloren an Tiefe, sie verloren ihren Glanz, sie wurden matt.
"Vielleicht sollten sie besser reiten." Er zog an dem Zügel des Braunen und wie in Trance ließ sie sich von ihm in den Sattel helfen. Sie starrte auf seinen Rücken und versuchte nachzuvollziehen, was da geschehen war, wie es dazu kommen konnte. Warum jetzt, warum hier, warum überhaupt?
Lag es daran, daß sie sich einfach nur irgendwo anlehnen wollte, oder war da mehr?
Nun, er war nicht unattraktiv.... Er war für einige ein Held, für die westliche Welt ein Verbrecher. Vielleicht war es der Reiz des Geheimnisvollen...? - Närrin! Du bis keine 18 mehr. Wenn das Dora passiert, ist das sicher verständlich, eine Schwärmerei für einen säbelschwingenden Piraten.
Was wäre passiert, wenn er ....sie geküßt hätte?
Christina spürte, wie ihr Herz wieder schneller schlug. Sie schloß die Augen und versuchte diese Vorstellung zu verbannen. Sie hatte vor nicht einmal zwei Tagen erfahren, daß sie nur ausgenutzt worden war, von dem Mann, den sie heiraten wollte, ihr Geliebter und Vertrauter hatte sich nicht gemeldet, hatte sie verlassen, gekränkt, oder aus Eifersucht und jetzt wurde ihr schwindlig bei dem Gedanken an...ihn... Es war schon schwierig für sie, seinen Namen nur zu denken.
Sie versuchte sich zu erinnern, wann sie vielleicht begonnen hatte ihn ...anders zu sehen, aber bis zu diesem Augenblick, war sie sich dessen nicht bewußt... Es war wie das Erwecken aus einem Traum, oder hatte sie das eben nur geträumt? - Seinen Blick, der sie jetzt noch den Atem anhalten ließ, seine Berührung...nein, das war ganz sicher nicht nur Einbildung oder Wunschdenken gewesen und er wollte sie auch sicher nicht nur trösten, da war mehr... aber er hatte sie abgewiesen.
Soviel zu Ängsten....


Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 30. Dezember 2007 )
 
 
Start Tonträger Filme Presse Bücher Links News FanWare Fans KBFC