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Himmel über Sarawak PDF Drucken E-Mail
Inhalt
Himmel über Sarawak
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32
Kapitel 33
Kapitel 34
Kapitel 35
Kapitel 36
Kapitel 37
Kapitel 38
Kapitel 39
Kapitel 40
Kapitel 41
Kapitel 42
Kapitel 43
Kapitel 44
Kapitel 45
Kapitel 46
Kapitel 47
Kapitel 48
Kapitel 49
Kapitel 50
Kapitel 51
Kapitel 52

sundown01"Kammamuri, ich grüße dich!" Der Mann sprang behende aus der kleinen Schaluppe an den Strand, wo drei Wochen zuvor Kammamuri selbst von Sandokan auf Sarawak begrüßt worden war. Der ältere Mann umarmte den jüngeren dunkelhäutigen Kammamuri. Er selbst war ein Weißer mit einem wettergegerbten sonnengebräunten Gesicht, daß von einem Lederhut geschützt wurde, unter dem sich vorwitzig graue Locken seines Haares hervorkräuselten. Seiner kräftigen drahtigen Gestalt in dem roten Hemd und den Reithosen, sah man die 60 Jahre nicht an. "Wo ist Sandokan?"
"Nun, wie immer auf einer gefährlichen Exkursion. Deshalb schickt er mich, um dich hier abzuholen, Yanez."
"Was ist passiert?" Yanez de Gomerra runzelte die Stirn und schob seinen längst erkalteten Zigarillo in den anderen Mundwinkel.
"Wir wissen von einigen befreiten Sklaven, daß ein gewisser Jerry Binks wohl dahinter steckt. Er ist Verwalter auf den Van Hennings Plantagen."
"Aha, deshalb auch die Schiffe." Yanez verlagerte sein Gewicht und zündete seinen Zigarillo wieder an.
"Das hat Sandokan auch daraus gefolgert. Durch einen unglücklichen Umstand, war Misses van Henning ein paar Tage unser Gast und Sandokan beschloß, um endlich den wahren Übeltäter zu entlarven, sie als Lockvogel zu benutzen."
Die Falten auf Yanez Stirn hatten sich während der Erklärung von Kammamuri in eine Gebirgslandschaft verwandelt. "Das halte ich für keine gute Idee. Ich hoffe, er ist nicht der Meinung, daß sie dahinter steckt."
Kammamuris Gesicht zierte ein schiefes Lächeln. "Er war sehr mißtrauisch, aber diese Möglichkeit hat er glaube ich nie in Erwägung gezogen. Jedenfalls hat er sie zum Palast des Gouverneurs gebracht und war sicher die ganze Zeit in ihrer Nähe. Denn seit gestern besteht ein Haftbefehl gegen Misses van Henning. Als Komplizin von Sandokan wird sie der Sklaverei beschuldigt."
Yanez de Gomerra vergaß um ein Haar, daß er einen Zigarillo im Mund hatte, der ihm beinahe herausgefallen wäre. "Wie das?"
"Das was wir gehört haben, ist, daß Sandokan mit ihr aus dem Palast geflohen ist, es gab wohl einen Kampf. Wir wissen, daß er den Weg durch den Sumpf genommen hat. Interessant ist, daß man Mr. Binks sah, wie er sich vom Palast fortschlich. Die britische Armee hat ganz Kuching auf den Kopf gestellt und einige Leute eingesperrt."
"Ist jemand von uns dabei?"
"Nein, sie sind alle vorher gewarnt worden."
"Gute Arbeit, Kammamuri." Yanez klopfte dem jüngeren Mann anerkennend auf die Schulter. "Dann wissen wir ja jetzt, was wir zu tun haben! - Er wird den alten Tempelpfad genommen haben. Hast du genügend Pferde besorgt?"
"Es ist alles arrangiert, Yanez."
"Gut, wir laden aus und dann geht es gleich los. Die Männer konnten sich an Bord lange genug ausruhen. - Wußtest du eigentlich, daß Misses van Henning meine Nichte ist?"
Jetzt war es an Kammamuri, überrascht zu schauen. "Ich dachte du hättest keinen Kontakt zu deiner Familie?"
"Reiner Zufall, daß ich das erfahren habe." Yanez grinste listig. "Ich hoffe Sandokan weiß, was er sich da aufgebürdet hat. Die weibliche Linie in unserer Familie war von je her sehr temperamentvoll...."



Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 30. Dezember 2007 )
 
 
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