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Norwegen 2005 - Nordland/Lofoten

Geschrieben von Kemubra on 13. Mai 2012.

Norwegen2005 Juni 2005 - Endlich ist es soweit. Nach drei Jahren Pause geht es wieder nach Norwegen. Und weil die Pause so lang war, machen wir gleich ein paar Tage länger Urlaub im Land unserer Träume.

Zunächst wird uns unser Weg über Dänemark nach Bergen führen. Hier starten wir unsere Hurtigrutenreise zu den Lofoten, wo wir 14 hoffentlich wunderschöne Tage verleben werden. Danach bringt uns die Hurtigrute wieder nach Bergen zurück.

27 Tage on Tour - vorbei an den aufregenden Küsten Fjordnorwegens, hinein in die dramatische Landschaft der Lofoten. Die Aufregung ist gross.

Die Hotels und das Haus sind gebucht, die Routen festgelegt. Kann eigentlich nichts mehr schiefgehen - Bleibt nur noch das das Bittgebet für schönes Wetter - wenn möglich all the time.

 

 

 



Brandenburg - Thisted

Wir starten gegen 10.00 Uhr in Brandenburg. Die Etappe nach Thisted ist die längste Autotour. Sehr ungewohnt für mich, so müssen wir mehrere Pausen einlegen. Je weiter wir nach Norden kommen, desto schlechter wird das Wetter - hoffentlich kein schlechtes Zeichen...
Gegen 20.00 Uhr kommen wir im Hotel an. Es liegt außerhalb der Ortschaft Thisted, ist aber leicht zu finden. Die Rezeption ist nicht mehr besetzt. Dafür liegen unsere Schlüssel bereits aus, kombiniert mit einem kleinen Willkommensschreiben. Die Zimmer sind recht einfach gehalten und haben Doppelstockbetten. Auch sind sie etwas eng. Die Gästeküche ist gut ausgestattet. Man findet alles, was ein Selbstversorger braucht. Ich drehe noch eine Runde um das Hotel. Der Himmel reißt zwischenzeitlich auf um sich dann aber sehr schnell wieder in tristes Grau zu hüllen. Bei Sonne muss diese Landschaft wunderschön sein. Außer uns sind nur noch wenige Gäste im Hotel, es ist also angenehm still.




Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Mittwoch, 30. November -0001 00:00


Thisted - Hanstholm - Bergen

 
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Morgens sind wir das erste Mal wach, als eine Reisegruppe das Hotel verlässt. Die Uhr zeigt 4:29. Wir schlafen schnell wieder ein und stehen um 7:00 Uhr auf. Das Frühstück ist sehr gut. Der Inhaber macht Küche und Rezeption in Personalunion. Es sind sehr freundliche Leute. Gegen 9:00 Uhr starten wir gen Hanstholm. Unterwegs suchen wir uns einen kleinen Parkplatz, um das Handgepäck für die Fähre zusammenzustellen. Der Himmel ist noch immer grau.

Endlich sehen wir das Meer. In Hanstholm haben wir noch jede Menge Zeit und besuchen erst einmal das Bunkermuseum. Die Museumsanlage ist schon sehr beeindruckend. Wir klettern auf den alten Bunkern und dem Berg und haben eine tolle Aussicht auf das Meer. Anschließend folgen wir den alten Schienen und stoßen auf eine Bahnstation. Der alte Munitionszug wurde zu einem Sightseeing-Zug umgebaut. Hintendran hängt noch ein alter Munitionswagen. Der freundliche Schaffner lädt uns zu einer Rundfahrt ein. Wir sind die einzigen Passagiere. Es geht durch unwegsames Gelände. Zweimal durchqueren wir die alten Bunkergebäude. Man bekommt eine Ahnung, wie es damals gelaufen ist, sehr bequem war es auf alle Fälle nicht. An der Station steigen wir wieder aus und suchen Ingrid und Hermann. Das eigentliche Museum besuchen wir nicht mehr. Es ist bereits 11:00 Uhr und wir fahren zum Hafen.

Der Andrang ist recht groß, wir müssen lange warten. Gegen 13:30 Uhr bewegt sich die Wagenkolonne aus Spur 6 endlich auf das Schiff zu. Das Gepäck wird hektisch entladen. Das Schiff läuft gegen 15:00 Uhr aus. Es hat nun 1 Stunde Verspätung. Wir stehen auf Deck 8 und machen Fotos. Die See ist sehr unruhig und der Himmel noch immer grau.
Auf dem offenen Mehr reißt der Himmel plötzlich auf und die Sonne begleitet uns. Das Wetter lässt uns wieder hoffen. Nur der Wind ist sehr böig. In der Nautilus-Bar ist es sehr bequem. Man kann sich aufwärmen, etwas trinken und die Fahrt genießen. Um 22.00 Uhr laufen wir Egersund an. Kurzer Stopp und weiter geht es.
 


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 21:43


Bergen

 
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Wir beschließen an Land zu frühstücken und genießen die Einfahrt in den Hafen von Bergen. Der Wind macht uns sehr zu schaffen. Ich hoffe, dass die Fotos trotzdem etwas werden. Nach dem Verlassen des Schiffes treffen wir uns auf dem Parkplatz bei den Hakonshallen. Anschließend fahren wir in die Stadt. Parkplätze sind wie in jeder anderen Stadt entweder schwer zu finden oder aber belegt. Wir parken die Autos in einem Parkhaus in der Innenstadt und gehen zu Fuß weiter. Vorbei auch am Manpower-Büro in Bergen. Es liegt doch etwas versteckt. In der Strandgaten gibt es einen kleinen gemütlichen Bäcker, den wir zum frühstücken heimsuchen. 118 Kronen, schnell überschlagen knapp 15 Euro. Aber es schmeckt trotzdem. Wir fragen im Hotel nach den CheckIn-Zeiten: 14.00 Uhr. Wir haben also noch unendlich viel Zeit. Als nächstes ist der Hafen dran. Es ist 9:30 Uhr. Wir sehen die White Lady noch im Hafen liegen. Schnell rüber. Leider nehmen die keine Kreditkarten, also muss noch Bargeld organisiert werden. Endlich sitzen wir an Bord und können uns über die spektakuläre Natur rund um Bergen freuen. Die Tour startet am Torget und führt uns über 4 Stunden durch die bezaubernde Fjord- und Bergwelt nördlich von Bergen. Die Informationen werden auch auf Deutsch durchgesagt. Irgendwann verkrümeln wir uns auf das Außendeck. Decken liegen bereit, wir müssen nicht frieren. Der Wind weht recht unterschiedlich, mal mit heftigen Böen, mal ist es fast windstill. Am Ende der Tour erreichen wir eine Insel, die uns der Kapitän als ehemaliges Piratennest beschreibt. Wir umkreisen die Insel einmal und dann geht es in den Hafen von Bergen zurück.
14:30 Uhr legen wir wieder an. Ab zum Hotel. Zuerst einchecken, dann den Bus mit dem Gepäck holen. Die Zimmer sind recht rustikal eingerichtet. Jetzt nur noch duschen und ausruhen. Die letzten Tage haben ganz schön gezehrt.
 


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 21:43


Bergen; Hurtigrute Bergen - Svolvær

 
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Wir haben sehr gut geschlafen. Um 8.00 Uhr gibt es Frühstück. Das Wetter ist sehr gut. Sonne ein paar Wolken, kaum Wind. Um 10.00 Uhr checken wir aus. Dann erfolgt das gleiche Procedere wie am Vortag: Auf zum Parkhaus, die Autos holen, alles einladen und ab die Post. Wir suchen uns einen Parkplatz in der Nähe des Hurtigrutenterminals und lassen den Bus dort stehen. Anschließend geht es mit dem Golf zurück in die Altstadt. An der Station der Fløyban ist es recht voll. Aber wir kommen schnell hinein und haben auch noch die besten Plätze an der Stirnseite. So können wir die Auffahrt recht gut fotografieren. Vom Berg aus bietet sich eine sagenhafte Aussicht auf die Stadt. Dann schreckt uns Kanonendonner hoch. Wo kommt das her. Schlagartig fällt uns ein: es ist Tag der Verfassung in Norwegen. Die Kanonen bei der Hakonshalle schießen Salut. Wir können den Qualm noch vom Berg aus sehen. Ein kurzer Besuch im Souvenirladen und ein leckerer Kakao für jeden, dann geht es wieder bergab. Unterwegs halten wir an verschiedenen Stationen. Wieder unten angekommen, wenden wir uns in Richtung Rosenkrantztower. Leider ist die Besucherzahl auf Grund des Feiertages beschränkt. Wir beschließen, nicht zu warten und gehen gleich zu den Hakonshallen, wo wir einen Rundgang durch das Gebäude machen. Weiter entlang Bryggen. Zwischendurch zweigen wir in einen Hof in Bryggen ab. Es ist schon erstaunlich, wie die Kaufleute des Mittelalters in Bergen gelebt und gearbeitet haben. Wir sehen auch ein paar Werkzeuge der Hausbauer und den Querschnitt eines Kontors mit Handels-, Arbeits- und Wohnräumen. Danach geht es zurück zum Fischmarkt, wo jeder ein Hot-Dog auf die Hände bekommt. Sven bekommt eine Bildzeitung, damit wir auf dem Laufenden bleiben. Auf dem Fischmarkt kaufen wir noch zwei Fleecejacken für Ingrid und mich. Dann kehren wir zum Golf zurück und fahren zum Parkplatz am Hurtigrutenterminal. Um 16.00 Uhr wagen wir den ersten zarten Check-In-Versuch. Leider dürfen die Fahrzeuge erst ab 19.00 Uhr auf das Schiff. Da das Handgepäck eh noch nicht optimal zusammengestellt ist, packen wir noch einmal um. Ingrid und Hermann haben einfach zu viele Beutel und Taschen. Jetzt wird alles auf zwei Reisetaschen verteilt. Da wir für unseren Kaffee keine Milch haben, gehen wir noch einmal in den nächsten SPAR-Markt. Um 18.00 Uhr reihen wir uns in die Warteschlange am Tor zum Hurtigrutenkai ein. Ein junger Mann verpasst uns einen SVOLVÆR-Aufkleber. Dann dauert es noch sehr lange. Gegen 19.45 Uhr sind wir endlich auf dem Schiff. Sven parkt das Auto für mich ein. Das läuft ja wunderbar. Die Kabinen sind sehr bequem. Fehlen nur Kühlschrank und Fernseher, dann wäre es perfekt. Wir richten uns für die nächsten drei Tage ein. Zurück aufs Deck und das Auslaufen fotografieren. Das Schiff legt mit einer halben Stunde Verspätung ab. Anschließend gibt es bei Ingrid und Hermann Abendbrot. Später erkunden wir das Schiff und verbringen viel Zeit auf den Außendecks. Das Wetter hält sich. Wir haben Glück. In Bergen ist es immer so eine Sache. Wir sind schließlich in Norwegens regenreichster Ecke.
 


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 21:44


Torvik - Ålesund - Geiranger - Ålesund - Molde

 
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Morgens legen wir in Torvik an. Während der Liegezeit dürfen wir ans Auto, ausnahmsweise muss man dazu sagen. Der Bus steht sehr nah an der Wand. Nun wundert mich gar nichts: die Reisetasche von Ingrid wurde völlig falsch ins Auto geladen. Deswegen haben wir sie auch vergessen. Also reinzwängen, Tasche rausjonglieren und wieder raus.
Um 9.15 Uhr erreichen wie Ålesund. Hier wird die halbe Stunde Verspätung von der Liegezeit abgeknapst. Um 9.30 Uhr legt das Schiff in Richtung Geiranger ab. Die Natur ist einfach nur umwerfend. Über den Bordlautsprecher erhalten wir zu den markanten Punkten Informationen (Norwegisch, englisch und Deutsch). Vorbei an sagenumwobenen Wasserfällen, verlassenen Höfen und zauberhaften kleinen Siedlungen, erreichen wir um 13.45 Uhr Geiranger. Hier liegen bereits zwei Kreuzfahrtschiffe. Eines lässt seine Passagiere über eigene Schaluppen zu Wasser. Auch Reisende der Hurtigrute verlassen hier das Schiff, um den Geiranger-Ausflug mitzumachen. Sie werden in Molde wieder an Bord kommen. Nach diesem kurzen Stopp geht es zurück nach Ålesund, wo wir 18.00 Uhr erneut festmachen. Und wieder müssen wir an die Autos. Ingrids Videokamera liegt noch drin. Langsam lächeln die Herren vom Autodeck nicht mehr. Abendbrot gibt es heute in der Cafeteria. Wir holen uns Hörnchen und eine heiße Schokolade. Das Essen ist zwar relativ teuer, aber schließlich sind wir im Urlaub. Ankunft in Molde um 22.00 Uhr, wir machen ein paar Fotos. Am Abend ist es immer noch bedeckt und trübe, also schauen wir uns ganz gemütlich ein paar Videos in unserer Kabine an. Dann muss ich noch die Fotoapparate entladen. Jetzt nur noch schlafen.
 


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 21:47


Trondheim - Stokksund

 
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Um 8.00 Uhr passieren wir die Insel Munkholmen. Um 8.15 Uhr legen wir in Trondheim an. Sven und ich gehen in die Stadt. Zuerst besuchen wir den Nidaros-Dom. Es ist schon ein sehr beeindruckendes Bauwerk. Ein Einkaufsbummel im Trondheim-Torg. Im Schuhladen lachen mich ein paar hohe Pumps an. Es ist wie verhext: gesehen, anprobiert und gekauft. Warum muss ich erst nach Norwegen fahren, um passende Schuhe zu finden? Anschließend zum Bäcker und in den nächsten RIMI-Markt. Dann spazieren wir zum Schiff zurück, wo wir um 11.00 Uhr ankommen. Um 12.00 Uhr geht es weiter. Der Himmel reißt auf und wir haben wieder Sonne. In der Kajüte mache ich erst einmal Abrechnung. Mal sehen wo die Reisekasse steht. Sven und Hermann quatschen bei eins zwei Bierchen. Ingrid schläft.

Um 16.30 Uhr passieren wir den Stocksund. Hätten wir beinahe verpasst. Draußen ist wieder Waschküchenwetter. Das verleiht dem Stokksund einen gespenstischens Anblick. Die Fotomotive halten sich auf Grund des Wetters in einem engen Rahmen. Wir ziehen uns wieder in unsere Kabine zurück. Später duschen wir und sehen uns noch ein paar Videos an. Und wieder findet ein interessanter Tag sein Ende. Morgen werden wir endlich im Nordland sein, ich bin schon sehr aufgeregt. Das Ziel ist nah.
 


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 21:48


Polarkreis - Ørnes - Bodø - Stamsund - Svolvær

 
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7.00 Uhr wache ich auf. Gerade rechtzeitig um den Hestmann zumindest durch das Kabinenfenster zu knipsen. Gleich danach sehen wir den Rødøy-Löwen, der den Hestmann bewacht. Ich mache mich ganz schnell „deckfein“ und bin schon draußen. Das Wetter: Sonne, wenige Wolken, kaum Wind. Die 10°C fühlen sich wärmer an als sie sind. Laut Aushang haben wir den Polarkreis um 7.08 Uhr passiert. Der Svartisen gleitet an uns vorbei, durch die Morgensonne ist er kaum zu erkennen. Kurze Zeit später passiert uns die MS Polarlys an der Backbord-Seite. Es gibt ein großes Hallo, alle winken. Jetzt schnell einen Kaffee trinken und noch mal raus. Dann gibt es Frühstück. Um 9.15 Uhr erreichen wir Ørnes, ein sehr idyllischer Ort. An Deck laufen Diskussionen zum Thema Ossis und Wessis. Eine Westberlinerin zusammen mit einem Mann aus Hessen über die „Ossis“. Ich kann es kaum glauben. Es gibt tatsächlich Leute, die nicht einmal hier oben abschalten können. Ich höre einfach weg und genieße die Natur. Anscheinend sieht die Dame mir nicht an, wo ich herkomme, sie lächelt mir freundlich zu. Da muss ich in mich hinein lächeln. Vor dem Mittagessen fangen wir an zu packen, damit es am Nachmittag nicht zu hektisch wird.
Gegen 12.00 Uhr erreichen wir Bodø. Da Sven sich gestern anscheinend wieder etwas an seinem Fuß zugezogen hat, gehe ich allein in die Stadt. Ein kurzer Spaziergang zur Bodø-Domkirke und dann Bäcker und Supermarkt. Schnell wieder zum Schiff entlang der Hafenmauer. Unterwegs sehe ich noch die alte Lady „MS Lofoten“.
Um 19.15 Uhr erreichen wir Stamsund. Am Kai stehen zwei Kapellen und eine Tanzgruppe. Es ist eine Riesenstimmung im Hafen.
Mit etwas Verspätung erreichen wir um 21.30 Uhr endlich Svolvær und verlassen das Schiff. Der Ort scheint sehr klein zu sein. Trotzdem müssen wir etwas suchen, um unser Hotel zu erreichen. Die Dame an der Rezeption scheint uns schon erwartet zu haben. Sie ist supernett. Das Zimmer ist wieder sehr bequem, nur die Betten sind sehr weich. Ich versuche mit dem Laptop ins Internet zu gehen, klappt leider nicht. Also gehe ich am Rechner in der Lobby kurz online, um die Emails zu checken. Um 23.45 Uhr machen wir noch eine kleine Runde zur Brücke nach Svinøya. Schnell ein paar Fotos machen und dann wieder zurück. Es ist taghell, um 1.00 Uhr mache ich noch ein paar Fotos vom Zimmer aus.
 


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 21:50


Svolvær - Kjellarnes

 
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Um 8.00 gibt es wieder Frühstück. Wir haben noch etwas Zeit, bis wir mit Thor Ivar verabredet sind. Pünktlich zehn vor zehn ist er da, wir checken gerade aus. Da wir noch etwas einkaufen müssen, bringt er uns zum zentral gelegenen Einkaufszentrum. Wir verabreden uns für 12.00 Uhr. Wir gehen in den COOP-Markt und decken uns mit allem ein, was wir für das Wochenende benötigen. Ich gehe noch zur Post, Briefmarken und eine Telefonkarte besorgen. Um halb 12 sind wir alle wieder bei den Autos. Kurz nach 12 ist auch Thor Ivar wieder bei uns und bringt uns zur Hütte. Die Fahrerei ist für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Bei Gegenverkehr bekomme ich ein wenig Panik. Aber mit der Zeit geht es. Durch mehrere Tunnel und über die Raftsundbrücke führt uns die Strasse. Die Natur ist einfach unbeschreiblich. Gegen 13.30 Uhr sind wir da. Das Haus ist etwas abgelegen gelegen und man hat einen tollen Blick auf den Raftsund. Wir haben keine Waschmaschine, aber damit haben wir kein Problem. Thor Ivar zeigt uns alles. Er ist sehr freundlich und vor allem sehr geduldig, was mein mehr oder weniger schlechtes Englisch angeht.
Um 16.50 Uhr passiert die südgehende Hurtigrute „MS Nordnorge“ unser Haus und dreht in den Trollfjord ab. Direkt vor unserem Haus liegen zwei Inseln. 17.28 Uhr verlässt die Nordnorge den Trollfjord wieder und fährt in Richtung Svolvær.
Ansonsten passiert heute nichts mehr. Wir genießen die Natur rings um das Haus und lassen die Seele sprichwörtlich baumeln.
 


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 21:54


Kjellarnes - Digermulen

 
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Heute schlafe ich sehr lange. Am Vormittag fahren Sven und ich nach Digermulen. Ein sehr verschlafener kleiner Ort direkt auf der Inselspitze. Hier ist nichts los am Sonntag, so schauen wir nach den Öffnungszeiten des Krambua und fahren wieder zurück.
Irgendwie gibt es Probleme mit dem Wassererhitzer. Er scheint nicht richtig zu funktionieren, das Wasser bleibt kalt. Also werden wir morgen nach Svolvær fahren und Thor Ivar anrufen.
Um 23.12 Uhr erreicht uns die norgehende Hurtigrute „MS Vesterålen“. Leider bekomme ich nicht mit, wie sie den Trollfjord wieder verlässt. Bis 0.45 Uhr bleiben wir am Ufer und warten auf die rote Sonne. Der Himmel wird leider nur orange.
 


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 21:54


Kjellarnes - Svolvær

 
no2005 4368 Nach dem Frühstück fahren Ingrid und ich nach Svolvær zum Einkaufen. Mein Vater ist nicht erreichbar, Thor Ivar ebenfalls nicht. Also suchen wir erst einmal eine Apotheke, um Bandagen für Sven zu kaufen. Sein Fuß ist noch nicht besser geworden. Dann kaufen wir bei RIMI und COOP ein. Vor der Rückfahrt um 14.00 Uhr versuchen wir noch einmal, meinen Vater und Thor Ivar zu erreichen. Leider wieder nichts. Also hinterlassen wir Thor Ivar eine Nachricht im Briefkasten. Gegen 16.20 Uhr sind wir wieder am Haus, wo es „Mittagessen“ gibt.
Pünktlich um 17.00 Uhr kommt die südgehende Hurtigrute „MS Trollfjord“. Die Bilder werden sehr gut. Von 18.00 bis 22.00 Uhr mache ich „Mittagsschlaf“. Das Zeitgefühl ist hier oben völlig anders. Um 23.22 Uhr passiert uns die nordgehende Hurtigrute „MS Finnmarken“.
 


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 21:55


Kjellarnes - Digermulen - Årstein - Digermulkollen

 
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Heute stehe ich gegen 11.00 Uhr auf. Kaffee und ein Marmeladenbrot reichen zum Frühstück. Sven und Hermann sind schon länger auf den Beinen. Haare waschen ist mit kaltem Wasser kein Vergnügen, aber was muss das muss. Sven findet einen Dreh am Boiler, dass das Wasser zumindest nicht unangenehm kalt bleibt. Da können wir uns doch noch auf eine Dusche freuen.
Um 12.00 fahren Sven und ich in Richtung Digermulen. Wir wollen dem Krambua einen Besuch abstatten. Hier ist heute richtig was los, im Vergleich zu Sonntag. Im Markt zählen wir vier Angestellte. In Deutschland wäre eine solche Bestückung mit Personal schlichtweg undenkbar. Auf dem Einkaufszettel stehen Brot und Kaffee. Dann finden wir noch eine „Lofoten-Fischsoße“. Müssen wir mal probieren. Es schwimmt ja genug Fisch im Fjord herum. Danach fahren wir weiter Richtung Årsteinen. Nach Valen wird der Weg zu einer Schotterpiste und etwas unwegsam. Aber wir schlängeln uns bis zum Ende durch. Auf der Rücktour halten wir an einem kleinen Strand an. Es ist fast wie ein Wunder. Inmitten der Felsen so ein weißer Sandstreifen. Und in Ufernähe türkises Wasser. Ein paar Schritte ins Wasser zeigen uns dann aber deutlich wo wir sind. Bis zu den Knöcheln und nicht weiter. Es ist erschreckend kalt. Am Strand finden wir viele Muscheln, leere Seeigel und ein paar vertrocknete Krabben. Ein Griff in den Sand zeigt uns, dass der ganze Strand aus zerkleinerten Muscheln besteht. Der Anblick ist trotzdem eine Wucht. Außer uns tummelt sich noch ein Pärchen aus Schweden am Strand. Aber so klein er ist, man gerät sich nicht in den Weg. Weiter zurück halten wir noch an einem kleinen Rastplatz für ein paar Fotos. Dann geht es zum Haus zurück. Ingrid hat den Erbseneintopf fertig. Wir können Mittag essen. Mittlerweile ist es 13.30 Uhr. Um 15.00 Uhr sind auf einmal alle in Betten verschwunden für eine kurze Mittagspause. Ich wasche derweil meine Jeans, die Jacke und ein paar T-Shirts.
Um 16.15 Uhr ist Sven wieder wach. Wir überlegen, was wir mit dem restlichen Tag anfangen.
Beinahe hätte ich die südgehende Rute verpasst. Als ich am Ufer stehe, verlässt die KONG HARALD gerade den Trollfjord. Schwein gehabt. Leider muss ich gegen die Sonne fotografieren, die Bilder werden bestimmt etwas blass. In 11 Tagen wird dieses Schiff wieder gen Süden fahren und dann werden wir in Svolvær zusteigen und dieser wunderschöne Urlaub wird zu Ende gehen.
Langsam kommt die übrige Belegschaft wieder zu sich. Jetzt lösen wir auch endlich das Geheimnis des warmen Wassers. Der Boiler ist mit der Lampe im Badezimmer gekoppelt. Brennt die Lampe, heizt der Boiler. Ist eine gute Idee. So läuft der Boiler nicht die ganze Zeit sinnlos vor sich hin. Aber da muss man erst einmal drauf kommen.
20.00 Uhr gibt es Abendbrot, da wir anschließend noch auf den Digermulkollen steigen wollen. 20.45 Uhr steigen wir ins Auto und fahren bis zum Krambua in Digermulen. Dann geht es zu Fuß weiter. Der Berg hat es wirklich in sich. Ich gehe voraus. Dann kommt Ingrid und zum Schluss Sven. Der Weg verläuft sehr steil. Streckenweise läuft es sich sehr gut, dann folgen Geröllwege, die es richtig in sich haben. An manchen Stellen kommen wir nur mit Hilfe der am Wegesrand befestigten Seile voran. Bei nassem Wetter dürfte der Aufstieg fast unmöglich sein. Wir müssen höllisch aufpassen, dass wir nicht wegrutschen. Der Gipfel schaut ständig verlockend auf uns herab. „Es ist wohl nicht mehr weit“ war der am häufigsten gesprochene Satz. Unterwegs genießen wir bereits die umwerfende Aussicht auf Digermulen und Valen. Leider machen uns die Mücken sehr zu schaffen. Am Boden wimmelt es von Ameisen, wir müssen also in Bewegung bleiben. Dann folgt endlich ein größeres Schneefeld, Ameisen- und Mückenfrei, hier können wir kurz verschnaufen und unser Wasser trinken. Und weiter geht es. Der Berg lockt, es sieht aus, als wäre der Gipfel nah. Nach etwas über zwei Stunden, unzähligen Geröllpisten, matschigen Grasnarben und gefrorenen Schneefeldern, stehen wir endlich oben. Zur Belohnung spannt sich ein herrlicher Regenbogen von Årsteinen bis zur nächsten Insel im Osten. Das heißt aber auch, dass wir nicht viel Zeit haben. Der Regen zieht zu uns herüber. Wenn wir nicht vom Wetter überrascht werden wollen, dürfen wir nicht lange verweilen. Also schnell Fotos von den Gedenksteinen und natürlich dem gigantischen Regenbogen machen. Sven findet das Gipfelbuch in einer Metallkiste. Wir tragen uns ein. Dann beginnt der Abstieg. Wer hat gesagt, runter ginge es leichter? Wir gehen einige Male in die Knie. Ich hoffe nur, dass Svens Fuß die Strapazen gut übersteht. Am erstaunlichsten ist aber, wie Ingrid durchhält, mit 62 Jahren und einem künstlichen Hüftgelenk.
Um 0:44 Uhr geht der Himmel in ein strahlendes Orange über. Also haltmachen und Fotografieren. Leider nehmen uns die Bäume die Sicht. Kurze Zeit später passieren wir die wacklige „Brücke“ am Ende der Strecke und erreichen ein paar Minuten später unser Auto. Wir haben Glück, es regnet noch nicht. Schnell zurück zum Haus und ab in die Kojen.


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 21:58


Kjellarnes - Tengelfjorden - Raftsundbrua - Hanøyvika

 
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Es verspricht ein schöner Tag zu werden. Vor allem nicht so heiß, wie die vergangenen. Es ist erstaunlich, welche Kraft die Sonne hat. Die Strapazen des Digelmulkollens sitzen uns noch in den Beinen und Füssen. Wir verschieben unsere Kabelvåg-Tour auf morgen.
Heute genieße ich die erste warme Dusche im Haus.
Ingrid benötigt noch Äpfel für ihren Kuchen, also fahren wir nach dem Frühstück (12.00 Uhr!) noch einmal zum Krambua. Heute nur keine hektischen Bewegungen machen…
Mittag gibt es um 3.00 Uhr, kurz nach 4.00 Uhr machen wir noch einmal eine Autotour zur Raftsundbrücke. Unterwegs kommt uns Thor Ivar entgegen. Wir sprechen kurz über den Boiler. Wir können ihm versichern, dass jetzt alles in Ordnung ist. Dann geht es weiter. Wir kommen bis Tengelfjorden, da zieht die MS Nordlys auch schon an uns vorbei. Ein paar kühne Sprünge auf die Felsen am Ufer und wir sind in perfekter Fotoposition. Ingrid geht es plötzlich nicht gut, also fahren wir zum Haus zurück. Gegen 18.30 Uhr mache ich noch einmal allein eine Tour zur Brücke. Bis Hanøyvika geht die Fahrt. Hier legt die Fähre nach Kaljord ab. Dann geht es noch weiter bis zur Abzweigung nach Myrland. Auf dem Rückweg suche ich mir ein paar günstige Positionen zum Fotografieren. Bei der Raftsundbrücke selbst gibt es keine Parkplätze oder Haltebuchten in unmittelbarer Nähe. Die einzige Möglichkeit ist eine etwas abschüssige Abfahrt direkt vor der Brücke. Aber es lohnt sich, man kann sehr gute Fotos machen. Leider ist es schon spät und die Sonne steht auf der falschen Seite. Vielleicht können wir in ein paar Tagen noch einen Versuch wagen, möglichst am Vormittag. Ein Blick zum Trollfjord ist fast unmöglich, so wie die Sonne steht. Um 21.15 Uhr bin ich wieder am Haus. Mit dem ständigen Stop und Go bekommt man die Zeit auch klein. Aber die Ausbeute an Fotos ist enorm. Über 200 Fotos, das Aussortieren nach dem Urlaub wird ein schönes Stück Arbeit.
Heute gehen wir beizeiten zu Bett, da wir morgen etwas früher nach Kabelvåg aufbrechen wollen. Wir warten noch die nordgehende Hurtigrute ab. Als die MS Polarlys in den Trollfjord abgebogen ist, geht es ab in die Kojen.


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:00


Kjellarnes - Svolvær - Kabelvåg

 
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Keine einzige Wolke am Himmel als wir aufstehen. Der Tag verspricht ein besonders schöner zu werden, sofern das noch möglich ist nach all dem bisher Erlebten. Mein Muskelkater hat sich in die Oberschenkel verschoben, jeder Gang auf- oder abwärts erinnert mich an den Abend auf der Kaiserwarte. Sven hat heute Geburtstag. Nach dem Frühstück bekommt er ein Geschenk. Ingrid hat extra einen Apfelkuchen gebacken, der uns hervorragend zum Frühstück mundet. Pünktlich um 10 starten wir in Richtung Kabelvåg. Zuerst besuchen wir das Aquarium. Die Aquarien zeigen Fische und andere Lebewesen aus der Polarregion. Die Multimediashow lassen wir aus. Wir wollen ja noch zum Lofotmuseum und zur Kathedrale. Ein Seehundbecken befindet sich im Außenbereich des Aquariums. Anscheinend ist keine Futterzeit. Die Tierchen tauchen nur ganz kurz vor uns auf um sich gleich wieder abzutauchen. Vom Gelände aus haben wir einen tollen Blick auf den Vågakallen. Leider können wir nicht herausbekommen, wo die U-Boot-Fahrten gechartert werden können. Also wenden wir uns dem Lofotmuseum zu. Die Männer warten lieber im Schatten auf uns. Das Lofotmuseum wurde 1976 gegründet. Es zeigt Exponate aus der Kultur- und Naturgeschichte der Region. In Storvågan hat man Besiedlungsspuren gefunden, die bis in die Steinzeit zurückreichen. Das Museum selbst befindet sich in den Gebäuden eines ehemaligen Hofes. Die Ausstellungen zeigen das Leben der Fischer, den Fischfang und die Kultur. In den Bootshäsern liegen die Boote. Unvorstellbar, sich mit einem solchen Boot auf den offenen Fjord zu wagen. Anschließend geht es zur Lofotkathedrale. Die Kirche wurde 1898 fertiggestellt. Sie bot 1.200 Fischern Platz. Wir werfen einen Blick in die Kirche und machen Fotos vom Altar und den Bildern. Vor der Kirche liegt der Trollstein, von dem man sagt, dass er als Altar verwendet worden sei, als König Øystein die Gegend im Jahr 1120 christianisierte.
Weiter nach Svolvær. Wir suchen für unser Auto ein schattiges Plätzchen und besuchen das Krigsminnemuseum. Ingrid und Hermann warten derweil draußen auf einer Bank. Die Ausstellung ist sehr umfangreich und auch sehr interessant. Da hat sich jemand sehr viel Mühe gegeben und viele Erklärungen wurden auch auf Deutsch gegeben. Die Austellung zeigt Unmengen von Uniformen, Waffen und Ausrüstungsgegenständen. An Modellen wird daas Leben der Soldaten veranschaulicht. Karten informieren über die Vorgänge auf den Lofoten während des zweiten Weltkrieges. Am beklemmendsten fand ich das original eingerichtete Büro der Gestapo. Jetzt holt uns das Alltägliche ein. Post, Supermarkt, Telefonieren. Ich spreche kurz mit meinem Vater, Sven ruft im Altersheim an und fragt nach seinem Opa. Es geht ihm gut. Dann geht es zurück zum Haus. Unterwegs stoppt Sven mehrmals, damit wir ein paar Landschaften fotographisch einfangen können.
Zurück im Haus gibt es ein kleines Mittagessen, dann gehen die anderen schlafen. Pünktlich um 16.50 Uhr zieht die südgehende Hurtigrute an uns vorbei. Heute ist es die MS Nordkapp.
Um 19.30 Uhr kommt Fußball: Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft der Frauen – Norwegen gegen Schweden. Die Jungs sind erstmal beschäftigt. Norwegen gewinnt das Halbfinale mit 3:2. Dann gibt es Abendbrot: Würstchen vom Grill. Die nordgehende Hurtigrute kommt heute etwas später, gegen 23.15 Uhr zieht die MS Narvik an uns vorbei. Morgen werden wir eine Tag Ruhe einlegen, vielleicht einen Abstecher zur Trollfjordgallerie machen. Ich höre noch ein wenig in das „Sakrileg“ rein. Ein spannender Roman.


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:03


Kjellarnes - Digermulen - Holandshamn - Holand

 
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no2005 5755

no2005 5760

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Heute scheint gegen jeden Wetterbericht die Sonne von einem strahlend blauen Himmel. Regen, ha ha ha. Nach dem Frühstücks-Mittag um 11.30 Uhr fahren Ingrid und ich nach Digermulen. Ein bisschen Gemüse und ganz wichtig Final-Bier für Sonntag. Mal sehen ob die Büchsen so alt werden.
Wir fahren gleich weiter bis zur Trollfjordgallerie. Dort treffen wir einen Landsmann aus Deutschland. Er ist sehr freundlich und wir kommen schnell ins Gespräch. Die Bilder sind sehr schön aber zu teuer, also entscheiden wir uns, je einen Hurtigrutenkalender für 2006 mitzunehmen. Dann können wir im kommenden Jahr noch einmal von dieser Reise träumen. Beim Bezahlen fällt mir auf, dass diese Kalender auf den Hurtigrutenschiffen mehr als doppelt so teuer verkauft werden.

Dann geht die Fahrt Richtung Holand weiter. Wir fahren durch bezaubernde Landschaften und landen letztlich wieder am Vestfjord. Auf der Rücktour biegen wir noch einmal nach Holandshamm ab und dann geht es zurück zum Haus.
Gegen 13.30 Uhr sind wir zurück.
Um 15.00 Uhr gehen die Jungs zum Fischen. Ingrid geht kurz danach hinterher. Ich werfe die Stereoanlage an und höre mein Buch weiter, derweil ich aufräume und die Küche säubere. Anschließend noch die Boxen mit den Lebensmitteln sortieren.
Um 16.30 Uhr mache ich mich auch zum Bootshaus auf. Die südgehende Route ist dran. Sven nimmt gerade die gefangenen Fische aus. Zwei Bremsen machen uns das Leben schwer. Sie sind sehr angriffslustig, wir müssen höllisch aufpassen. Als die ersten Fischteile wieder in den Fjord fliegen, sind wir von Möwen umkreist. Sie stürzen sich gierig auf jedes Teil. Der Lärm, den sie machen, ist ohrenbetäubend. Dann gesellen sich noch zwei kleine Wale dazu. Wir sehen ab und an die schwarzen Rückenflossen auftauchen. Die MS Vesterålen fährt gleich vor der Insel in den Trollfjord ein. Wir bekommen sie nicht direkt vor die Linse. Sven ist jetzt fertig mit den Fischen und wir gehen alle zusammen zum Haus zurück. Ingrid fängt gleich an die Filets vorzubereiten. Sie schmecken einfach köstlich. Nach dem Abendbrot sind wir etwas genudelt. Ich mache mich gleich an den Abwasch. Ingrid und Hermann legen sich noch etwas hin. Ich möchte noch einmal versuchen den Berg hinter unserem Haus zu erklimmen. Zuerst versuche ich mich auf der linken Seite. Sie sieht etwas harmloser aus. Aber bereits nach einigen Metern merke ich, dass Ungeübte hier schnell an ihre Grenzen stoßen. Flechten und Moos überwuchern die Felsen und machen sie rutschig. Auch ist nur sehr schwer zu erkennen, wo sich Spalten zwischen den Felsen befinden. Also wieder runter und ab zur anderen Seite. Direkt hinter unserem Haus scheint sich ein Weg zu bahnen. Aber auch hier wird mir die Sache zu heiß. Der Boden ist sehr ungleichmäßig und von Gras überwuchert. Man sieht die Gräben nicht bevor man drinsteht. Also lassen wir das Ganze besser sein.
Der Abend klingt ruhig aus. Leider wird es kühler und das ruft Knott wieder auf den Plan. Sie scheinen nur bei kühlem Wetter aktiv zu sein. Und sie bedrängen uns heftig. Gegen Mücken kann sich ja irgendwie wehren, aber gegen diese kleinen Biester sind wir wehrlos. Es bleibt nur die Flucht ins Haus. Um 22.45 Uhr zieht die MS Nordnorge gen Norden an uns vorbei. Aber unter dem Druck der Gnitzen und Mücken können wir nicht lange zusehen und flüchten zurück ins Haus.


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:06


Kjellarnes - Svolvær - Borg - Eggum

 
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Heute hat sich die Sonne eine Auszeit genommen. Dicke Wolken sitzen wie Zuckerwatte über den Berggipfeln und hüllen sie vollständig ein. Teilweise hängen die Wolken so tief, dass man das Gefühl hat, man könne sie berühren.
Wir werden trotzdem die geplante Tour unternehmen. Es heißt also, warm anziehen. Da wir nicht wissen, wie lange wir unterwegs sein werden, wird ein großer Picknick-Korb gepackt. Um 13.30 Uhr starten wir vom Haus. Vielleicht bessert sich das Wetter noch … Zuerst nach Svolvær und noch etwas einkaufen, eine Zeitung besorgen und tanken. Wir kaufen auch noch etwas für unterwegs, dann geht es weiter. Kurz nach 16.00 Uhr sind wir in Borg und betreten neugierig das Museumsgelände. Die Jungs entschließen sich, doch lieber im Auto zu warten. Ob sie wissen, dass man das Areal nicht in 20 Minuten durchläuft? Ingrid und ich starten den Rundgang im großen Häuptlingshaus. Es wird sehr anschaulich dargestellt, wie sich das Leben damals abgespielt hat. Man bekommt ein Gefühl dafür. Leider ist heute nicht viel los. Das hängt wohl mit dem Wetter zusammen. Der Weg führt uns weiter an Koppeln mit Schweinen, Pferden und Kühen vorbei. Dann stehen wir vor der modernen Borg-Kirke. Die will so gar nicht in diese historische Umgebung passen. Weiter geht es auf einem weitläufigen Pfad in Richtung Bootshaus. Das große Gostad-Boot ist leider nicht da. Es liegt nur ein sehr viel kleineres Boot am Kai. Aber man soll ja nicht undankbar sein. Auf dem Weg zurück zum Häuptlingshaus schauen wir uns noch die Schmiede an und passieren den alten Pfarrhof. Um 18.30 Uhr stehen wir wieder am Ausgang. Die Jungs sind schon ungeduldig, wo wir bleiben. Nächstes Ziel ist die alte Radarstation in Eggum. Die Mitternachtssonne können wir uns heute getrost abschmatzen, bei den Wolken haben wir null Chance. Wenn das Wetter noch einmal besser wird, werden wir unser Glück in Laukvik noch einmal versuchen. Nach einer kurzen Schotterpiste taucht das alte Fort vor uns auf. Wir erklimmen den Hügel und schauen in das Innere. Dort liegt noch die Spindel, die einst die Antenne getragen hat. An Seilen an der Wand kann man noch auf den Beobachtungsring klettern. Da alles sehr feucht und rutschig war, sehen wir von Experimenten ab. Beim Auto gibt es dann noch einen kleinen Imbiss aus dem großen Korb. Gestärkt treten wir die Heimfahrt an. In Svolvær wechseln wir uns mit dem Fahren ab. Ich fahre die restliche Strecke zum Haus. Etwas geschafft kommen wir um 21.30 Uhr an.
Jetzt noch etwas fernsehen und bloß nicht zu oft vor die Tür gehen. Die kleinen Monster warten schon auf uns. Um 23.05 Uhr gehe ich noch einmal zum Ufer, um die nordgehende Route abzupassen. Was tut man nicht alles für ein paar Bilder. Die 5 Minuten Wartezeit werden zur quälenden Geduldsprobe. Es sammeln sich immer mehr Gnitzen um mich herum an. Schnell fotografieren und dann nichts wie zurück in Haus…
Hoffentlich wird das Wetter morgen etwas besser. Bei diesen Wolken können wir uns eine Trollfjordtour klemmen. Werden wir morgen entscheiden…


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:07


Kjellarnes - Svolvær - Borg - Eggum

 
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Leider hat es nicht aufgeklärt. Die Berge auf der anderen Seite des Raftsundes hüllen sich noch immer in Wolken und die Temperaturen sind etwas brrrrr…. Wir lassen die Trollfjordtour also buchstäblich ins Wasser fallen. Dafür werden wir der MS Midnatsol an der Bücke auflauern. Sven legt sich wieder hin. Ich bleibe wach. Ingrid hat etwas Probleme nach dem Ausflug gestern. Wir lassen den heutigen Tag ganz ruhig anlaufen.
Gegen Nachmittag klart es überraschend auf. Es beginnt mit kleinen Löchern in der Wolkendecke. Schließlich wird der Himmel von Digermulen aus immer blauer.
Um 15.30 Uhr mache ich mich auf den Weg zur Raftsundbrücke. Gerade zur rechten Zeit, denn als ich ankomme nähert sich die Midnatsol bereits der Brücke. Eine kurze Strecke nach der Brücke gibt es einen Rastplatz. Von hier aus kann an wunderbar beobachten, wie die Hurtigrute die Brücke passiert. Sie kommt auch sehr nah am Ufer vorbei. Als das Schiff mir sein Heck zuwendet, steige ich ins Auto und fahre zum nächsten günstigen Beobachtungspunkt. Das Schiff ist sehr schnell, bei den Strassenverhältnissen ist es nicht einfach, vor ihm an einem bestimmten Punkt zu sein. Ich drehe auch einige Videos. Ein dritter Beobachtungspunkt ist eine Haltebucht kurz vor unserem Haus. Von hier aus sieht man auch sehr gut, wie das Schiff wendet, um in den Trollfjord zu fahren. Es ist 16:45 Uhr, die Hurtigrute ist heute sehr früh dran. Wenn das Wetter so bleibt, machen wir die Tour morgen auch.
Um 17.15 Uhr mache ich mich noch einmal auf, um das Schiff beim Verlassen des Trollfjordes zu beobachten. Dann fahre ich nach Digermulen, verpasse die Midnatsol hier aber knapp. Sie ist schon im Vestfjord, als ich eine geeignete Stelle finde. Schade…
Heute geht die nordgehende Route etwas später. Erst gegen halb 12 biegt sie um die Landzunge bei Digermulen in den Raftsund ein. Das Fotografieren wird erneut zu einer Geduldsprobe. Kaum steht man länger als 2 Sekunden an einem Ort, ist man von einer Wolke aus Mücken und Gnitzen eingehüllt. Über Finnvika ziehen schon wieder dunkle Wolken auf. Hoffentlich sind sie morgen früh verschwunden.


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:09


Kjellarnes

 
no2005 6366 Auch heute ist das Wetter nicht besser. Wir werden wohl keine Fahrt mit der Hurtigrute mehr machen. Bei den Preisen sollte schon die Sonne scheinen. Wir machen es uns heute im Haus bequem. Ich fange schon einmal an, Bilder zu sortieren. Das wird noch ein starkes Stück Arbeit. Die vorbeifahrenden Hurtigruten lassen wir heute auch ziehen, ohne Fotos zu machen. Es heißt, früh zu Bett gehen, da wir morgen nach Narvik fahren wollen.


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:10


Kjellarnes - Svolvær - Narvik

 
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Der Wecker klingelt heute um 5.30 Uhr. Ein Blick vor das Haus sagt: Kein gutes Wetter heute. Wolken und Regen soweit das Auge blicken kann. Wir fahren trotzdem um halb Sieben los nach Svolvær. Pünktlich um 8 sind wir am Hafen. Den Golf lassen wir beim Domus-Center stehen. Wir kommen ja heute noch zurück. Am Hafen dann die erste Schlappe: Die Expressfähre ist am Montag havariert und fährt daher nicht von Svolvær aus. Wir werden mit einem Taxi zur Fahrzeugfähre gebracht. Diese fährt über Skrova nach Skutvik. Um 9.00 Uhr legen wir ab und erreichen Skutvik gegen 11.15 Uhr. Hier wartet bereits ein Bus, der uns zur Expressfähre bringen soll. In Bognes erwartet uns die nächste schlechte Nachricht. Die Expressfähre fährt gar nicht. Der Busfahrer lenkt sein Gefährt in die Autofähre nach Skardberget. Von dort aus fährt er weiter nach Narvik, wo wir gegen 14.00 Uhr ankommen. Wir hätten doch unserem ersten Gefühl folgen und mit dem Auto nach Narvik fahren sollen. So sind wir 2 Stunden zu spät und haben nur wenig Zeit für die Stadt. Positiv ist nur, dass während der ganzen Fahrt niemand Geld von uns wollte. Der letzte Bus fährt um 16.15 Uhr nach Svolvær. Also schnell zur Touristinformation, einen Stadtplan und ein paar Postkarten organisieren. Dann ab zum Kriegsmuseum. Die Ausstellung ist sehr umfangreich und auch sehr interessant. Die meisten Informationen werden auch in Deutsch gegeben. Das erleichtert uns die Sache sehr. Wir machen viele Fotos. Anschließend spazieren wir noch die Kongens Gate hinauf. Narvik ist eine interessante Stadt, wenn wir nur mehr Zeit hätten. Um halb 4 schlendern wir in Richtung Busbahnhof. Direkt daneben steht ein Einkaufscenter, wo wir uns beim Bäcker noch stärken. Sven entdeckt noch einen anderen Bus nach Svolvær. Wir fragen beim Fahrer nach, der uns erklärt, dass er zur Expressfähre nach Skutvik fährt. Wir nehmen diesen Bus, da er schneller in Svolvær sein dürfte, als der Leknes-Bus. Im Bus suchen wir uns die hinteren Plätze, da können wir uns etwas hinlegen und dösen. In Skardberget müssen wir raus. Die Überfahrt mit der MF Hamarøy dauert wieder nur 25 Minuten. Von Bognes aus geht die Fahrt nach Skutvik. Dort haben wir noch 30 Minuten bis zum Ablegen der Expressfähre. Leider ist Skutvik eines der verschlafensten Nester, die ich je gesehen habe. Wir schlagen uns also am Anlegesteg die Zeit um die Ohren. Die Expressfähre fährt pünktlich, wenigstens etwas Positives an diesem verrückten Tag. Um 20:45 Uhr legen wir in Svolvær an, bei der Einfahrt in den Hafen fahren wir noch an der nordgehende Hurtigrute vorbei. Wir sind aber zu müde, um die Ankunft der MS Nordlys abzuwarten. Wir gehen zum Golf und fahren noch bei Rema1000 vorbei, um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Der einzige Markt, der um diese Zeit noch geöffnet ist. Jetzt aber schnell zurück zum Haus. Unterwegs begegnen wir noch dem anderen Bus aus Narvik, er ist also wirklich sehr viel später in Svolvær. Um 22.00 Uhr erreichen wir erschöpft unser Domizil und fallen wie Steine in die Kojen.


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:13


Kjellarnes - Svolvær - Laukvik

 
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Sollte ich den Trollfjord doch nicht mehr sehen? Die anderen richten sich auf einen weiteren Tag im Haus ein. Mir fällt die Decke auf den Kopf. Um 2 setze ich mich hinters Steuer und fahre Richtung Laukvik davon. Vielleicht haben die da oben etwas anderes Wetter. Leider werde ich enttäuscht. Bei diesem Wetter halten sich die Fotomotive sehr bedeckt. Ich verlasse Laukvik in Richtung Svolvær. Aber überall das gleiche Wetter. Auf der Rückfahrt nehme ich noch den einen oder anderen Parkplatz zum Fotografieren mit und statte auch den Rastplätzen einen kurzen Besuch ab. Jetzt erst entdecke ich den Platz, von dem aus man die Kirche auf Sidpollneset wunderbar fotografieren kann. Es ist der Rastplatz Austnesfjorden. Warum sind wir nicht schon früher hier gelandet? Die Rückfahrt gestaltet sich etwas länger, wegen der ständigen Stopps. Aber ich kann nicht den ganzen Tag im Haus sitzen. Am Abend fährt die MS Nordnorge in den Trollfjord ein, um anschließend in Richtung Norden weiterzufahren. Bei diesem Wetter ist der Trollfjord bestimmt nicht wirklich ein Erlebnis. Mal sehen ob wir morgen mit dem Boot übersetzen können…


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:15


Kjellarnes - Digermulen - Holandshamn - Holand - Valen

 
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no2005 7176
Da wir noch Brot und Milch brauchen, fahre ich um 12 Uhr nach Digermulen ins Krambua. Anschließend geht die Fahrt bis nach Holand. Kurz vor Valen blockiert eine Herde Schfe die Strasse. Nun gut, denke ich. Die sind hier zu Hause, da muss man Geduld haben. Die Schafe haben keine Angst vor dem Auto. Seelenruhig laufen sie vor mir her. Alle paar Schritte bleiben sie stehen und schauen, ob ich noch da bin. Das Spiel wiederholt sich bis kurz nach Valen. Dann trollen sie sich endlich und ich kann normal weiterfahren. Dann stehe ich in Holand am Ufer. Aber der Vestfjord verheißt kein besseres Wetter. Die Sonne bahnt sich dann und wann den Weg durch die Wolken, aber nur um gleich wieder hinter grauen Schleiern zu verschwinden. Es regnet andauernd. Das Wasser ist zu aufgewühlt für unser kleines Boot. Die Hoffnung auf den Trollfjord schwindet mehr und mehr. Wir haben die erste Woche nicht optimal genutzt. Das rächt sich jetzt. Um 5 Uhr fährt die südgehende Route, die „Richard With“ an unserem Bootshaus vorbei. Danach fahren Sven und ich noch einmal Richtung Digermulen, um auf die andere Seite der Insel zu kommen. In Storfjell endet die Strasse und wir kehren um. Unterwegs machen wir noch einige Fotos, aber bei diesem Wetter ist die Motivsuche kein Spass.
Der Wetterbericht verheißt auch für Morgen nichts Gutes. Ein kleines Quentchen Hoffnung habe ich noch. Am Samstag ist alles vorbei, dann geht es nach Hause. Ein trauriger Gedanke.


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:17


Kjellarnes - Trollfjord

 
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Das Wetter bleibt heute wieder sehr ungemütlich. Damit dürfte auch dieser Tag ein „Haustag“ werden. Wir packen schon unsere Koffer und verabschieden uns langsam von diesem gemütlichen Haus und der herrlichen Landschaft, auch wenn sie heute viele Schleier umgeschlungen hat. Ich weiß heute schon, dass ich nicht zum letzten Mal hier bin…
Am Nachmittag entscheiden wir uns trotz des schlechten Wetters zu einer Bootstour in den Trollfjord. Wir lösen unser Boot vom seinen Leinen und machen uns auf den Weg quer über den Raftsund. Der Regen fühlt sich wie Hagel auf der Haut an, aber wir sterben weiter auf unser Ziel zu.
Dann endlich öffnet sich vor unserem kleinen Boot die Einfahrt in den Trollfjord. Wie muss diese Landschaft erst bei Sonnenschein wirken? Heute sieht es sehr gespenstisch aus, der Trollfjord macht seinem Namen alle Ehre. Wir sind noch nicht weit im Fjord als hinter uns das Hurtigrutenschiff auftaucht. Panik… Wohin jetzt? Die Ruder sind nicht wirklich geeignet, um schnell vorwärts zu kommen. Also den kleinen Motor wieder an und zielstrebig in Richtung Steg fahren. Das Schiff fährt zum Glück nicht all zu weit in den Fjord hinein. Wir können das Wendemanöver ganz in Ruhe genießen und fotografieren. Dann ist die MS Trollfjord genauso schnell wieder davon, wie sie aufgetaucht ist. Wir machen noch ein paar Fotos und begeben uns dann auf den Heimweg. Auf der Fahrt zurück können wir sehen, wie sich unser Haus an den Berg schmiegt. Alles wirkt so winzig vom Wasser aus. Ich bin froh, dass wir die Fahrt noch gemacht haben. Jetzt haben wir allerdings die Strömung gegen uns. Wir spüren, wie das Boot kämpft. Die Rückfahrt dauert sehr viel länger.
Am Steg erwartet uns Herrmann. Wir sind völlig durchnässt, mir ist hundkalt. Jetzt schnell ins Haus und unter die heiße Dusche. Danach geht es uns sehr viel besser. Wir bereiten uns weiter auf die Heimfahrt vor. Zum ersten Mal kommen mir die Tränen…


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:19


Kjellarnes - Svolvær - Stamsund

 
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Heute ist Abreisetag.

Vormittags putzen wir das Haus. Um 12 kommt Thor-Ivar. Er ist sichtlich zufrieden. Wir reden kurz über dies und das. Es fällt uns so schwer heimzufahren.
Dann geht es mit den Autos nach Svolvær. Jetzt haben wir noch viel Zeit. Wir gehen erst einmal einkaufen, um an Board genug Lebensmittel zu haben. Dann drehe ich noch eine Runde durch die Stadt. Noch etwas fotografieren. Die Sonne kommt zwischenzeitlich durch. Um drei treffen wir uns am Einkaufscenter wieder. Wir fahren zum Hafen. Dort gibt es die Ausstellung "Magic Ice". Die Halle ist ein riesiger Kühlschrank. Aber mit den Lichteffekten ist es eine grandiose Sache. Dann fahren wir zur Mole und laufen bis zur Fischersfrau. Anschließend schauen wir uns die alte Bunkeranlage an. Viel ist nicht übrig. Zurück im Zentrum suchen wir uns einen Imbiss und nehmen etwas zu uns. Dann wieder zum Hafen. In Svolvær gibt es kein Terminal. Wir müssen an Board einchecken. Wir warten in den Fahrzeugen bis die Kong Harald einläuft. Unmengen von Leuten verlassen das Schiff. Wahrscheinlich Trollfjord-Touristen. Endlich können wir zur Rezeption und erhalten unsere Kabinen. Diesmal sind wir auf verschiedenen Decks. Leider können wir erst nach dem Auslaufen in die Kabinen, da noch saubergemacht wird. Also warten wir an der Rezeption bis es so weit ist. Ingrid und Hermann haben Kabine 363, während wir die 545 erhalten. Na toll. Das Deck mit den Rettungsbooten ist mein absoluter Traum. Wir lassen also die Gardinen zu. Dann der nächste Schock. Es ist eine der verkürzten Kabinen, ein besserer Karnickel-Stall. Man kann sich nicht drehen und wenden. Aber das Schiff ist total ausgebucht. Man kann uns nichts anderes anbieten. Also richten wir uns irgendwie ein. Noch schnell ein paar Fotos von der Stadt, dann heißt es Abschied nehmen.
Am Abend laufen wir noch Stamsund an und dann verlassen wir die Lofoten endgültig. Das Herz ist so schwer. Wann werden wir diese zauberhaften Inseln wieder sehen?


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:22


Polarkreis - Nesna - Sandnessjøen - Brønnøysund - Rørvik

 
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Heute stehen die Felsen aus der Helgeland-Saga auf dem Reiseprogramm. Leider spielt das Wetter überhaupt nicht mit. Der Rødøy-Löwe hüllt sein Haupt in Wolken. Um 9.30 Uhr passieren wir zum zweiten Mal den Polarkreis. Der Hestmann hält sich bedeckt. Bei den sieben Schwestern ist heute ebenfalls Verschleierung angesagt. Lediglich die ersten Vier lüften zeitweilig den Schleier. Lekamoya verpasse ich leider. Aber das Wetter ist wirklich zum Davonlaufen. Nachts läuft der Sturm noch stärker auf. Ich muss doch zu meinen Kaugummis greifen. Mein Magen streikt bei den Auf- und Abbewegungen. Das Laufen gestaltet sich recht schwierig.
 


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:23


Trondheim - Kristiansund - Molde

 
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Laut Reisebegleiter liegen heute keine aufregenden Dinge an. Ein paar Stopps. Der Stokksund wird nachts passiert. Also lassen wir es ruhig angehen.
Gegen 8.00 Uhr wachen wir auf. Dass Schiff liegt bereits in Trondheim. Die Wolkendecke reißt auf und die Sonne begrüßt die einlaufende Nordnorge. Das sind wieder dankbare Fotomotive, nach den grauen Tagen. Auch Munkholmen präsentiert sich im Sonnenlicht. Ich gehe an Land. Dicht beim Hafen gibt es einen Kiosk. Dort hole ich das Frühstück. Kaum bin ich vom Schiff, zieht sich der Himmel wieder zu und es fängt an zu nieseln. Welch ein Glück. Also schnell einkaufen und zurück zum Schiff. Um 10.00 Uhr verlassen wir Trondheim wieder. Ein letzter neidvoller Blick fällt auf die Nordnorge, die in 2 Stunden gen Norden den Hafen verläßt. Ich glaube, wir sind auf dem falschen Schiff. Müssten nicht wir nach Norden fahren?
Nach dem Mittag haben wir auch die Polarkreis-Urkunden. Normalerweise werden die nur an Rundreisepassagiere ausgegeben. Aber gegen unsere freundlichen Bitten, hatte die Dame an der Rezeption nichts einzuwenden. Gegen halb 5 laufen wir in Kristiansund ein. Das Wetter wird schlechter. Die Stadt präsentiert sich uns in einem tristen Grau. Kurz nach Kristiansund läuft das Wetter zur Hochform auf. Windstärke 8 merkt man selbst auf einem so großen Schiff sehr deutlich. Wir bewundern vom hinteren Außendeck die Mutigen, die mit ihrem kleinen Boot an uns vorbeiziehen. Leider schaffe ich es nicht, ein Foto zu schießen. Das Schiff hebt und senkt sich, dass man einfach nicht ruhig stehen kann. Die seitlichen Decksflechen kann man überhaupt nicht mehr benutzen. Der Wind ist einfach zu stark.
Die Fahrt geht weiter nach Molde, wo wir um 20.00 Uhr anlegen. Ich verlasse das Schiff und mache einen Stadtundgang. Das nassgraue Wetter treibt mich aber bald auf das Schiff zurück. Unterwegs besorge ich noch Abendbrot.


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:24


Florø - Bergen

 
no2005 8974

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Die Nacht war etwas ruhiger als die vorherigen. Ich wache erst auf, als die Kong Harald in Florø festmacht. Hermann ist auch schon auf dem Deck unterwegs. Das Schiff hat immer noch eine halbe Stunde Verspätung. Florø ist der letzte Hafen vor Bergen, dann endet dieser Teil der Reise ebenfalls. Die letzte Etappe ist etwas nervig, da wir bereits um 10 Uhr aus den Kabinen müssen. Das Schiff muss ja abends wieder sauber sein für die nächsten Passagiere. Hermann und Ingrid dürfen etwas länger in ihrer Kabine bleiben. Die Dame an der Rezeption war sehr verständnisvoll. Wir verbringen die letzten Stunden auf dem Außendeck und genießen die Fahrt. Unterwegs durchfahren wir noch zwei enge Sunde. Es ist immer wieder erstaunlich, wie nah das Schiff an die Felsen kommt. Man kann sie fast berühren.
Bis Bergen holt das Schiff die Verspätung wieder raus und wir legen pünktlich an. Es dauert ewig bis uns die Jungs auf das Autodeck lassen. Es steht noch alles mit den Koffern der übrigen Reisenden voll. Als es dann soweit ist, muss natürlich alles wieder fix gehen. Wir fahren zum Hotel, der Parkplatz am Hotel ist natürlich zugeparkt, also schnell ausladen und dann zum Parkhaus. Danach gehen wir zum Fischmarkt und nehmen einen kleinen Imbiss. Dann auf zur Ulriksbahn. Der Bus fährt um 4 am Markt ab. Nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt sind wir bald an der Station. Die gelbe Gondel bringt uns zur Bergsspitze. Während der Fahrt wird mir doch etwas flau im Magen, aber dann sind wir endlich glücklich oben. Bei schönem Wetter muss die Aussicht atemberaubend sein. Heute ist es leider etwas dunstig. Man müsste mehr Zeit haben. Di Wanderwege laden zu einem Spaziergang ein, aber wir sind etwas müse, so dass wir Abstand nehmen. Im Cafe gibt es noch eine kleine Stärkung. Ich mache einige Fotos, dann wollen die anderen zurück. Der rote Bus fährt mit uns noch bis zur Bergenhus Festung und bringt uns dann zum Fischmarkt zurück. Während die anderen ins Hotel gehen, pilgere ich noch einmal nach Bryggen. Im Hafen entdecke ich die "Statsraad Lehmkuhl". Sie läuft gleich aus. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Ein wunderschönes Schiff. Danach pilgerere ich noch etwas am Ufer entlang. Bergen hat Motive ohne Ende, aber irgendwann tun auch mir die Füße weh und ich folge den anderen zum Hotel. Es gibt noch Abendbrot, dann ist Nachtruhe.


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:26


Bergen - Hanstholm

 
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Heute ist also definitiv der letzte Tag in Norwegen. Das Wetter verabschiedet uns mit einem strahlend blauen Himmel und einer noch strahlenderen Sonne.
Wir nutzen den Vormittag für einen letzten Spaziergang durch Bergen. Immerhin brauche ich noch einen Elch und Mitbringsel für die Kollegen. Das Angebot ist groß, die Wahl fällt schwer. Endlich haben wir alles beisammen und gehen zu den Autos zurück.
Da noch Zeit ist, spaziere ich noch einmal nach Bergenhus und sehe mir die Parkanlagen hinter der Hakonshalle an. Das Gelände ist heute übersät mit Spaziergängern. Viele machen ein Picknick und genießen diesen Ausnahmetag in Bergen.
Dann wird es Zeit. Gegen 14.00 Uhr fahren wir zum Hafen. Die Schlangen sind wieder sehr lang. Jetzt wird die Sonne unangenehm. Im Auto hält man es nicht lange aus. Also spazieren wir abwechselnd am Ufer entlang und beobachten das Treiben im Hafen. Um 15.00 Uhr läuft die Fjord Norway ein. Sie hat Verspätung. Nun kommt endlich Bewegung in die Autoschlangen. Beim Auffahren auf das Schiff steigt der Motor vom Golf aus. Mir steht der Schweiß auf der Stirn. Bitte nicht jetzt. Aber er kommt wieder und so schlängeln wir uns in unsere Parkposition. Das Ausladen erfolgt wie gewohnt blitzschnell. Dann ab in unsere Kabinen. Es ist zu merken, dass zwischen Ent- und Beladen des Schiffes nicht viel Zeit ist. Die Kabinen sind nicht gesäubert. Aber das bekomme ich zunächst gar nicht so mit. Mich beschäftigt im Moment viel mehr der Abschied.
Um 16.00 Uhr stehen immer noch etliche Autos und WoMos vor dem Schiff. Es kann also noch dauern. Wir genießen noch einmal den Ausblick auf das sonnengetränkte Bergen. Der Abschied fällt überaus schwer. Um 17.00 Uhr geht es los. Den verbleibenden Tag verbringen wir auf den Außendecks. Noch soviel als möglich von diesem schönen Land mitnehmen. Je später es wird und je südlicher wir uns befinden, desto sanfter wird die Landschaft, bis die großen Massive nur noch Ausnahmen bilden. Um halb elf erleben wir noch einen zauberhaften Sonnenuntergang, dann geht es in die Kojen. Wir haben morgen eine lange Strecke vor uns…


Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Donnerstag, 11. April 2013 22:28


Hanstholm - Brandenburg


Das Schiff macht um 7.00 Uhr in Hanstholm fest. Die letzte Etappe liegt vor uns. In Gedanken noch weit im Norden machen wir uns auf die Heimfahrt. Gegen 22 Uhr erreichen wir Brandenburg.



Zuletzt bearbeitet von Kemubra am Mittwoch, 30. November -0001 00:00

 

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Der Blick auf den Vågakallen bei Kabelvåg